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Glosse
11.12.2006
SMS statt Shakespeare NZ skoolz r bcumin opn 2 hav pplz use sms-txt in xms. Na, verstanden? In vernünftigem Englisch: „New Zealand schools are becoming open to have pupils use SMS-Text in exams.“ NZ skoolz r bcumin opn 2 hav pplz use sms-txt in xms. Na, verstanden? In vernünftigem Englisch: „New Zealand schools are becoming open to have pupils use SMS-Text in exams.“ Falls sich jemand mit dem Gedanken rumschlagen sollte, irgendwann einmal, vielleicht sogar als Lehrer, nach Neuseeland auszuwandern: Legt eure Shakespeares und Joyces weg, vergesst lästige Kurse wie „Grammar and Style“, lernt lieber SMS-Kürzel. Denn was sich da anhört wie der Versuch, möglichst viel Information in 160 Zeichen zu packen, ist demnächst bittere Realität an neuseeländischen Schulen: Die neuseeländische Schulbehörde hat beschlossen, dass Schüler zukünftig in ihren Klassenarbeiten SMS- und E-Mail-Sprache verwenden dürfen. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur noch Arbeiten in Englisch. Solange der Lehrer das Zahlen-Buchstaben-Gewurschtel, beispielsweise in einer Erläuterung unter einer Matheaufgabe, versteht, ist es legitime Schreibweise. Lässt man den Schülern damit nur die Möglichkeit, kreativ zu sein? Das Argument ist, dass Rechtschreibung in allen Arbeiten, außer eben Englisch, ohnehin nicht zählt und man den Schülern somit diese Freiheiten auch lassen kann. Schließlich befinde sich Sprache seit jeher in ständigem Wandel. Andere sagen, dass die Schulen damit ihren Bildungsauftrag vernachlässigen. Ich, die ich schon bei der aktuellen Werbung eines Klingeltonanbieters nur die Hälfte verstehe, kann dazu nur sagen: Bin ich froh, dass ich einen Magister-Abschluss mache und so etwas nie korrigieren muss. In diesem Sinne: CU L8er n hav a niz hol. ;-) |