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ruprechts Plattenkiste: Wild Stare – Giant Rooks
ruprechts Plattenkiste. Bild: Bérénice Burdack

ruprechts Plattenkiste: Wild Stare – Giant Rooks

Im fünften Jahr ihrer Gründung meldet sich die deutsche Indiepopband Giant Rooks aus Hamm mit ihrer neusten und inzwischen dritten EP „Wild Stare“ zurück. Das Album besteht aus insgesamt fünf Songs, die den Zuhörer nicht nur wegen der rauchigen Stimme des Leadsängers Frederik Rabe verzaubern, sondern ihn auch durch den gezielten Einsatz von Gitarre und Schlagzeug in einen Bann der besonderen Art reißen. Mit ihren neuen Songs untermauern die Jungs von Giant Rooks ihre Einzigartigkeit in der deutschen Indiepopkultur. Der Erfolgskurs der Band ist in ihren Liedern auf angenehme Weise nachzuempfinden. Während die vorherige Platte „New Estates“ vorsichtig eine stimmungsvolle, zarte und sogar schüchterne Atmosphäre kreiert, spürt man in „Wild Stare“ die treibende Aufbruchsstimmung der erfolgreichen Band, und gleichzeitig eine Form von Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden in einer Welt, die beurteilt, bewertet und Normen vorschreibt, die womöglich verhindern vollends glücklich zu werden. So scheint die Band in ihren Texten selbst ein wenig auf der Suche nach Wahrheit, oder vielleicht auf der Erkundung eines neuen Lebenssinns zu sein, und trifft damit genau den Zeitgeist unserer Generation. Und gerade deswegen ist Giant Rooks auch in der gesamten Bundesrepublik so beliebt. Eine deutsche Band, die schon vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums so viele Konzerte ausverkauft und kleine hochqualitative Meisterwerke abliefert, ist selten. Die einzige Kritik an der neuen EP? Sie geht viel zu schnell vorbei.

Von Alina Jacobs

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