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Blick durch fremde Augen
Ein Blick in die Galerie: Viele der Bilder zeigen bunte Alltagsszenen. Fotos: Monika Witzenberger

Blick durch fremde Augen

Kunstausstellung Sri Lanka – Blick durch fremde Augen. So lautet der Titel der von der Studentengruppe Studieren ohne Grenzen e.V. organisierten Vernissage. Zu sehen sind selbst gemalte Bilder von Schulkindern aus Sri Lanka unter dem Motto „10 Jahre nach dem Tsunami – Schüler malen ihr Sri Lanka“.

Die Bilder zeigen realistische bis abstrakte, meist sehr bunte Alltagsszenen, Stillleben, Menschen und Naturbilder, aber auch düstere Szenen des Tsunamis selbst. Die tiefen Eindrücke, die der Tsunami 2004 bei den Kindern hinterlassen hat, werden eindrucksvoll auf Leinwand gebannt. Die ganze Bandbreite an Techniken, Stilen und Motiven ist dabei, alles von 12 – 17 jährigen Schülern gemalt. Eine Spielecke, Stehtische mit Knabbereien und Getränke, sowie ein Umkleide-Eck, falls man selbst einen der ausgestellten Saris anprobieren und ein Foto davon machen möchte, lockern die Atmosphäre auf.
Mit Hilfe der Ausstellung will der Verein allgemein auf die Bildungssituation in Sri Lanka aufmerksam machen. Des Weiteren möchte die Hochschulgruppe über das eigene Hochschulbildungsprojekt in Trincomalee und Vavuniya informieren. Dort unterstützt Studieren ohne Grenzen e.V. Jugendliche mit Stipendien und ideeller Förderung um vor Ort die Bildungsinfrastruktur zu verbessern. Tafeln, die die politische Situation nach dem Bürgerkrieg, ethnische Gruppierungen und Geschichte Sri Lankas erklären, hängen zwischen den Gemälden und stellen die gesamte Ausstellung in den großen Kontext Sri Lanka.

Die Organisatoren der Ausstellung (v.l.n.r.): Andrea, Jana, Thanaseela und Bastian. Das Bild im Hintergrund zeigt eine Szene aus dem Alltagsleben in Sri Lanka.

Die Organisatoren der Ausstellung (v.l.n.r.): Andrea, Jana, Thanaseela und Bastian. Das Bild im Hintergrund zeigt eine Szene aus dem Alltagsleben in Sri Lanka.

„Die Idee einer Kunstaustellung gibt es schon lange“, meint Jana, einer der Lokalkoordinatorinen von Studieren ohne Grenzen e.V. in Heidelberg. Was der Verein mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des StuRa, Brot für die Welt und der Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg innerhalb weniger Monate auf die Beine gestellt hat, lässt sich sehen: die Ausstellung selbst, sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die Woche vom 3. bis 9. Mai. Darunter sind ein Familientag mit typischen sri lankanischen Spielen, Kinderschminken und Henna-Tattoos und eine Autorenlesung des Bürgerkriegsflüchtlings Umeswaran Arunagirinathan am Samstag den 9. Mai, sowie ein Schulklassentag und ein Vortrag des singhalesischen Exiljournalisten über die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen in Sri Lanka am Donnerstag den 7. Mai. Im Dezernat 16, in der Emil-Meier Straße, stehen von 14:00 – 18:00 Uhr allen Interessierten bis Samstag den 9.5. die Türen offen. Der Eintritt ist frei.

von Monika Witzenberger

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