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Von der Idee zum Unternehmen
Studenten arbeiten mit Post-Its, um ihre Ideen auf Papier zu bringen. Foto: Andreas Lauenroth

Von der Idee zum Unternehmen

Seit 2011 gibt es den Verein Heidelberger Ideen. Seine Mitglieder diskutieren,  wie aus kreativen Einfällen Geld wird und die Welt besser.

Ein Mülleimer, in dem der Biomüll nicht stinkt oder eine App, mit der Afrikaner sich bilden und gleichzeitig Geld verdienen können? Diese und andere Ideen werden bei den „Heidelberger Ideen“ diskutiert. Jeden Mittwoch um 20 Uhr treffen sich Studenten, Doktoranden und Interessenten an einer Unternehmensgründung im Campus Bergheim. Alle können ihre eigenen Ideen einbringen, um sie in der Runde zu diskutieren. Die Diskussionen werden ernsthaft und zielgerichtet geführt, gequatscht wird nach dem Treffen beim wöchentlichen Stammtisch.

Während der Treffen geht es darum, seine Idee weiter zu entwickeln, mit dem Ziel ein Start-up zu gründen. Bevor man ein Unternehmen gründen kann, muss die eigene Idee reifen, verbessert und weiterentwickelt werden, so dass sie zu einem Projekt wird. Diesen Beitrag versuchen die Heidelberger Ideen zu leisten. Mittlerweile sind sie ein fester Teil der Heidelberger Start-up-Szene, gegründet wurden sie 2011. Damit keine Idee, die zu einer Unternehmensgründung führen kann, geklaut wird, müssen alle Teilnehmer eine Verschwiegenheitsklausel unterschreiben. Deswegen ist es auch nicht möglich zu verraten, wie man den Biomüll lagern kann, wie der Mülleimer aussieht, in dem der Biomüll nicht stinkt.

Je nach Stadium der Idee suchen die Teilnehmer nicht nur nach Verbesserungen der Idee sondern auch nach Möglichkeiten, diese umzusetzen. Beispielsweise wie der Markt für das Produkt aussehen könnte, wie man diesen Markt erforschen kann oder sein Produkt testen. Es geht bei den Heidelberger Ideen jedoch nicht nur um die Diskussion, sondern auch darum, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Projekte zu gestalten.

Die Mitglieder der Heidelberger Ideen haben eine klare Aufgabenteilung: Jan Pawellek, der erste Vorsitzende leitete die Treffen. Andreas Lauenroth kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereines. Es gibt noch die Ressorts: Zünder für Gründer und IT. Die Position im Verein ist während den Diskussionen bedeutungslos.

Außerhalb der wöchentlichen Treffen organisieren die Heidelberger Ideen Veranstaltungen. Zusammen mit dem Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum in der alten Feuerwache und den Heidelberger Start-up-Partners organisieren sie Veranstaltungen wie das „Zünder für Gründer“. Das „Zünder für Gründer“ findet alle zwei Monate statt und ist eine Plattform für Gründer, Gründungsinteressierte und Investoren, um Kontakte zu knüpfen und Ideen zu diskutieren.

So sind die Heidelberger Ideen der erste Schritt zur Unternehmensgründung. Wer seine Idee schon weiter entwickelt hat und kurz vor einer Unternehmensgründung steht braucht jedoch professionelle Hilfe. Er kann sich an die „Heidelberg Start-up Partners“ wenden. Diese bieten unter anderem die Vorlesung „Entrepreneurship“ an, dort vermittelt der Gründungsmanager der Universität, Raoul Haschke, wie Gründer einen EXIST-Antrag stellen oder sich für ein EXIST-Stipendium bewerben können.

EXIST ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Deren Ziel ist es, die Anzahl und den Erfolg von Start-ups aus Universitäten oder Forschungseinrichtungen zu erhöhen. Für Molekulare-Biologie-Studenten gibt es eine eigene Vorlesung zum Thema. Die Heidelberg Start-Up Partners beraten außerdem junge Unternehmer und helfen ihnen, an Fördermittel zu kommen. Und geben Ratschläge in Rechtsfragen. Sie können auch günstige Räume für Start-ups vermitteln.

Wer also eine gute Idee hat und guten Rat einholen möchte, muss dafür nicht teurer bezahlen, sondern geht einfach zu den Heidelberger Ideen. Einige Ideen die dort diskutiert wurden, sind schon umgesetzt worden. Auf eine ganz große Idee warten die Studenten von den Heidelberger Ideen aber noch.

von Dominik Waibel

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