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Tod der Blaublüter 

von Heinrike Gilles und Bastian Mucha
18. Januar 2024
in Ausgabe, Startseite, Wissenschaft
Lesedauer: 3 Minuten
0
Tod der Blaublüter 

Für Endotoxintests müssen Pfeilschwanzkrebse bluten. Grafik von Bastian Mucha

Urzeitkrebse werden für medizinische Tests getötet. Warum das nicht mehr sein muss.

Blaues Blut wird oft als Symbol für Reichtum und Adel verwendet, kommt im Tierreich aber tatsächlich vor. Insbesondere den Pfeilschwanzkrebsen wird dies oft zum Verhängnis, da ihr Blut teuer verkauft wird – nicht etwa an kuriose Sammler:innen, sondern an Pharmaunternehmen.  

Diese benötigen das blaue Blut für den sogenannten LAL-Test. Er testet Arzneimittel auf Verunreinigungen durch Endotoxine.  

Das sind Bestandteile der Zellwand bestimmter Bakterien, die allergische Reaktionen auslösen können. Sollten solche Toxine im getesteten Stoff vorhanden sein, wird ein Protein aus dem Blut der Pfeilschwanzkrebse aktiviert und ein bestimmter Farbstoff gebildet.  

Der LAL-Test ist schon um einiges sensitiver und ethisch vertretbarer als der ehemalige Kaninchentest. Bei diesem Verfahren werden die Testmittel lebenden Kaninchen injiziert und die toxische Wirkung anhand der Körpertemperatur gemessen. Doch auch beim Pfeilschwanzkrebs gibt es ethische Bedenken.  

Bei dem in den Vereinigten Staaten üblichen Verfahren wird den Krebsen ein Drittel ihres Blutes abgenommen. Wie viele der Krebse dadurch sterben, ist umstritten, jährlich wird aber von zehntausenden Tieren ausgegangen. Endotoxine müssen prinzipiell bei allen Arzneimitteln, die injiziert werden, ausgeschlossen werden, und selbst bei Lebensmitteln sollten zu große Mengen vermieden werden, da die Toxine Fieber auslösen können. Der Test wird also vom Corona-Impfstoff bis zu Getreide überall eingesetzt.

Auch in der Uniklinik Heidelberg wird mit Pfeilschwanzkrebsblut getestet

Wegen der potentiellen Bedrohung der Tierart und nicht zuletzt aufgrund des enormen Preises des Blutes, suchen Forscher:innen nach Alternativen – und da nur ein Bestandteil des Blutes wichtig ist, kann dieser relativ preiswert hergestellt werden.  

Der neue „rFC“-Test ist trotzdem noch nicht Standard – eine Umstellung kann teilweise zeitaufwendig und teuer sein. Auch in der Uniklinik Heidelberg wird der Test angewendet. Auf Anfrage teilten sie mit, dass der LAL-Test nur selten durchgeführt wird und der Qualitätssicherung dient. Endotoxintests werden aber in der Öffentlichkeit zunehmend unter den drei Rs betrachtet: „Reduce, Replace, Refine“.  

Diese Prinzipien für Tierversuche sollen dort unnötiges Leid verhindern. Die Uniklinik Heidelberg versicherte, dass sie nach tierschutzkonformen Alternativen recherchieren und die Anwendbarkeit zur Arzneimittelprüfung in ihrem Hause prüfen wird. 

Die Pfeilschwanzkrebse hätten es jedoch auch bei kompletter Umstellung nicht leicht. In der Fischerei werden sie gerne als Köder eingesetzt und deshalb zu Hunderttausenden gefangen. Anders als bei der medizinischen Verwendung ist hier der Tod sicher. Umso schlechter wird die Situation dadurch, dass der Lebensraum der Urzeittiere abnimmt. 

Die Pharma- und Lebensmittelindustrie sind an der misslichen Lage der Krebse also definitiv nicht alleine schuld. Da der alternative Test seit 2021 im Europäischen Arzneibuch empfohlen wird und mindestens so verlässlich wie das blaue Blut ist, kann dieser zum neuen Standard werden.  

Wie lange dieser Prozess dauern wird, ist unklar. Auch, wenn die anderen Bedrohungen nicht verschwinden: Zumindest der Fang der Pfeilschwanzkrebse für die Endotoxintests könnte bald Geschichte sein. 

 

Von Heinrike Gilles und Bastian Mucha

Heinrike Gilles
+ postsBio

...studiert molekulare Biotechnologie und ist seit dem Sommersemester 2023 beim ruprecht. Meistens schreibt sie wissenschaftliche Artikel oder über das studentische Leben. Seit November 2023 kümmert sie sich außerdem um die Website und den Instagram-Kanal des ruprecht.

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...studierte bis 2025 Molekulare Biotechnologie, schrieb vor allem für das Ressort Wissenschaft und illustrierte Artikel. Von April 2023 bis Juli 2024 etablierte er als Leitungsmitglied die Bildredaktion. Anschließend übernahm er bis November 2024 das Online-Ressort.

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