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Hoffnung für Syrien

von Pauline Zürbes, Laura Hric, Lukas Hesche, Felix Albrecht und Robert Bretschi
22. Januar 2025
in Ausgabe, Startseite, Weltweit
Lesedauer: 4 Minuten
0
Hoffnung für Syrien

Grafik: Felix Albrecht

Wie Syrer:innen in Heidelberg auf die Ereignisse in ihrem Heimatland blicken und welche Gefühle der Regimesturz in ihnen auslöst 

Ich habe vor Freude geweint, als ich zu der Nachricht in meinem Bett hier in Heidelberg aufgewacht bin.“ sagt Walaa Hweishan. Der Sturz des syrischen Regimes sorgt auch unter Syrer:innen in Deutschland für Euphorie. Im Netz kursieren unzählige Videos von jubelnden Menschenmassen auf deutschen Straßen, die das Ende der Diktatur feiern.  

Etwa eine Million Geflüchtete aus Syrien leben derzeit in Deutschland, Hweishan ist eine von ihnen. Die 24-Jährige studiert in Heidelberg Semitistik und Germanistik im Kulturvergleich. Sie ist in Damaskus geboren und mit 17 nach Deutschland geflohen. ,,Ich habe damit irgendwie nie gerechnet, dass ich nach vierzehn Jahren, in meiner Zeit außerhalb Syriens, irgendwann hören würde, dass Assads Regime gestürzt wurde.“ Ähnlich geht es Ward Joumaa: ,,Keiner hat erwartet, dass das Regime fällt, es war eine schöne Überraschung.“ Als er um sechs Uhr morgens zum ersten Mal davon erfahren habe, habe er die nächsten drei Stunden nur Nachrichten angeschaut und mit seinen Freunden geschrieben. Der 34-Jährige kam 2015 über die Balkanroute nach Deutschland und beantragte in Heidelberg Asyl. Heute betreibt er gemeinsam mit zwei Freunden einen eigenen Fahrradladen in Wieblingen.  

Seine größte Freude sei, dass das alte System endlich weg ist. „Die neuen Machthaber sind sehr freundlich und geben sich große Mühe. Sie haben eine Vergangenheit, die einem Angst macht, aber ich habe große Hoffnung, dass sich das Land nach dem Bürgerkrieg endlich erholt.“ Joumaa ist sich bewusst, dass, auch wenn seine Heimat von dem Diktator befreit ist, sich nicht alles sofort bessern wird: ,,Das Land braucht noch viel Zeit. Es sind jetzt 14 Jahre Krieg gewesen, da kann man nichts von jetzt auf gleich aufbauen.“ Der Sturz des Regimes sorgt nicht nur für Euphorie, sondern auch für große Unsicherheit, denn niemand kann genau sagen, was mit Syrien und seiner Bevölkerung passiert. Hweishan beschreibt ihre eigenen Gedanken so: ,,Nach der Realisation hat man dann angefangen, sich in innerlichen Diskussionen und Monologen zu fragen, wie es jetzt weitergehen wird. Die Sorgen um das Land und die Zukunft haben dann angefangen“. Gerade von westlicher Seite gibt es Bedenken bezüglich der neuen Machthaber und ob sie ihre Versprechen von Wahlen und Minderheitenschutz tatsächlich einhalten werden. 

Hweishan gibt sich dahingehend optimistisch und kritisiert, wie die neue Regierung im Westen dargestellt wird: „Ich habe ein Problem mit dem Diskurs. Damit, dass die Aufständischen hier als ‚islamistisch‘ bezeichnet werden“. Man solle genauer hinterfragen, wer solche Begriffe verwendet und warum. „Natürlich hatten wir zunächst Angst, da die Bevölkerung Syriens nicht nur aus Muslimen besteht, aber bisher scheint es gut zu laufen“, sagt sie. Die Versprechungen der neuen Machthaber würden in der Bevölkerung die Hoffnung von einem Leben in einer Demokratie verbreiten. Von ihrer Familie und von Bekannten habe sie gehört, dass nichts erzwungen werde und die Menschen die langersehnte Freiheit wieder hätten. Besonders hoffnungsvoll stimmt sie, dass syrische Christ:inn:en auch als Minderheit Weihnachten sicher feiern konnten und dass Frauen verschiedene Führungsrollen in der Übergangsregierung übernehmen. Beispielsweise Muhsina al-Mahithaui, die neue Gouverneurin der Provinz Suweida im Süden des Landes, oder Maysaa Sabrine, die geschäftsführende Direktorin der Zentralbank. „Das zeigt, dass Syrien jetzt füreinander da ist“, so Hweishan. 

Doch was bedeutet die Befreiung Syriens für die persönliche Zukunft der beiden? Dass bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Geschehnisse in Syrien Stimmen in der deutschen Politik laut wurden, die eine Rückführung der syrischen Geflüchteten fordern, habe Joumaa enttäuscht, nicht überrascht. Er glaube nicht, dass er die Energie habe, in Syrien momentan Fuß zu fassen und wieder ein drittes Leben anzufangen. ,,Das zweite Leben hier in Deutschland hat mich wirklich aufgebraucht.“ Der zunehmende Rechtsruck und die wachsende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland machen ihm zusätzlich Sorgen. Die Studentin Hweishan sieht ihre Zukunft durch den Fall des Regimes positiv: „Meine Aussichten haben sich nicht verändert, sondern erweitert.“ Sie könne sich vorstellen, eines Tages mit ihrer Familie etwas in Damaskus aufzubauen oder zumindest im Sommer in ihre Heimat zu reisen.  

Und nicht nur für Syrer:innen sieht sie im Ende der Diktatur Assads ein positives Zeichen:   ,,Das Ganze sollte jedem freien Menschen auf der Welt Freude bereiten und Hoffnung geben, dass Diktatoren doch nicht ewig bleiben, dass Unterdrückung und Unrecht ein Ende haben.“  

 Von Pauline Zürbes, Laura Hric und Lukas Hesche 

 

Anfang Dezember 2024 gelang es syrischen Rebellen nach über 50 Jahren Schreckensherrschaft durch die Assad-Familie, den Diktator Baschar al-Assad innerhalb von nur zwei Wochen zu stürzen. Unter der Führung der von der EU als Terrororganisation eingestuften „Hai at Tahrir asch-Scham“, kurz HTS, brachte ein Bündnis aus etwa einem Dutzend Milizen, weite Teile des Landes unter seine Kontrolle.Auch wenn der Sturz Assads viele überrascht hat, gab es Indizien für eine erfolgreiche Rebellenoffensive: Russland hatte weite Teile seines Militärs wegen des Krieges in der Ukraine aus Syrien abgezogen und auch der Iran sowie die Hisbollah – beides ebenfalls ehemalige Unterstützer:innen Assads – hatten sich aus Syrien zurückgezogen, um die Hamas im Krieg gegen Israel zu unterstützen. So gelang es der HTS, Assad aus Syrien zu vertreiben und unter anderem tausende Gefangene aus syrischen Foltergefängnissen zu befreien. Der neue De-facto-Machthaber, HTS-Anführer Ahmed al-Scharaa, versprach Neuwahlen in etwa vier Jahren, wenn das Land sich ausreichend stabilisiert habe, sowie den Schutz religiöser Minderheiten wie etwa der Christ:inn:en. Westliche Sicherheitsexpert:innen haben jedoch Zweifel, ob die neue islamistische Übergangsregierung diese Versprechen tatsächlich einhalten wird.
Von Lukas Hesche
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