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Jung, naiv, unterbezahlt

Vor allem Studierende sind auf Nebenjobs angewiesen,um ihr Studium zu finanzieren. Fünf Erfahrungsberichte

von Luzie Fraedrich, Josefine Nord, Mara Renner, Laura Kress und Marcel Impertro
10. August 2022
in Startseite, Studentisches Leben
Lesedauer: 4 Minuten
0
Jung, naiv, unterbezahlt

Ein Sommer im Erdbeerhaus. Foto: Kaisa Eilenberger

Last Christmas

Es ist kurz vor Weihnachten und ich arbeite in einem Kaufhaus. Täglich schicke ich ein Gebet gen Himmel, dass ich nicht in den ersten Stock kommandiert werde, denn dort warten überdimensionale Bettdecken und 50-teilige Porzellansets darauf, fachgemäß verpackt zu werden. Nebenbei entwickleich ein neues Mantra: „Nein, vor drei Monaten abgelaufene Rabattcoupons können wir leider nichtmehr einlösen.“ Es nervt, und doch bricht mir die Enttäuschung in den Augen der buckligen Kundschaft jedes Mal das Herz. Als Weihnachten vorbei ist, wird Feuerwerk zum Bestseller. Ich will es mit der Alterskontrolle nicht übertreiben. Bei einem Kerl, der gerade aus der Hausaufgabenbetreuung abgehauen sein könnte, frage ich aber doch nach. Trotzig schmettert er mir seinen Ausweis auf den Tresen. 1992. Peinlich. Als ich einen Senior frage, ob es eine Plastiktüte für 15 Cent sein darf, entgegnet er baff: „Was, so teuer? Da bring ich nächstes Mal selbst eine mit.“ Super, Herbert! Du hast es fast verstanden. (lzf)

 

Ferienjob im Raubtierhaus

Wenn man gefragt wird, was man studiert, und wenn das Gegenüber nichts mit der Antwortanfangen kann, kommt als nächstes meistens die Frage: „Auf Lehramt?” Ich schüttle seit meinem letzten Ferienjob noch energischer als früher den Kopf, denn ich habe für einige Wochen ehrenamtlich in Mannheim Erstklässler:innen in einem Ferienprogramm unterrichtet. Dass ich sie wirklich unterrichten würde, wusste ich leider erst, als ich bereits vor der Klasse stand und meine Chefin sich mit einem „Wir haben leider zu wenig Personal, du schaffst das schon” verabschiedete. In den Klassenzimmern gab es für jedes Kind einen Gehörschutz, da der Lärmpegel teilweise einer Baustelle glich. Die Turnhalle wurde beim Betreten quasi sofort zum Raubtierhaus erklärt, da gab es kein Halten mehr und ich war jedes Mal näher am Hörsturz. Versteht mich nicht falsch, die Kinder sowie die Erfahrung im Ganzen waren toll. Dennoch frage ich mich, aus welchem Holz mangeschnitzt sein muss, um tatsächlich als Lehrer:in zu arbeiten. Nach diesem Ferienjob denke ich, es muss Stahl sein. (jnd)

 

Allein unter Erdbeeren

Mein Arbeitsplatz: eine Erdbeere aus Metall und Kunststoff, 2,90 Meterhoch und 2,60 Meter breit. Im Verkaufsfenster meine Waren: frische Erdbeeren in der 500 Gramm Schale. Ich bin für einen Sommer Erdbeerfachverkäuferin. In der rechten Hand immer einen Erdbeerstempel, es gibt nämlich Erdbeertreuekarten. Da ist dann die zehnte Schachtel umsonst. Der Kurs des aktuellen Erdbeerpreises steht mit Kreide auf einer Tafel hinter mir und wird täglich vor allem von älteren Kund:innen angefochten. Ich und mein Erdbeerhaus, wir stehen zwischen Dorfeinfahrt und Erdbeerfeld. Von der angepriesenen Luftzirkulation im Stängel merke ich nix, die Sonne knallt erbarmungslos auf die peinliche Plastikfrucht neben der Straße. Meine einzige Abhilfe sind die leeren Erdbeertreuekarten, mit denen ich mir etwas Luft zufächeln kann. Bei Sommergewittern kann ich nur hoffen, dass die Erdbeere halbwegs dicht bleibt und uns der Blitz nicht trifft (Stichwort: Stängel). Ob ich Erdbeeren nicht langsam satt hätte, werde ich gegen Ende lachend von einer alten Frau gefragt. Sie kann ja nicht wissen, dass ich selbst meine beste Kundin bin. Abends schließe ich meine Erdbeere hinter mir zu, im Arm drei 500 Gramm Schalen Erdbeeren, Sorte Asia. (mar)

 

Telefonakquise statt Meeresbrise

„Gut, dass ich Sie jetzt mal am Telefon habe. Also Ihre Zeitschrift ist ja das Letzte! Und woher haben Sie eigentlich meine Nummer? Rufen Sie mich nie wieder an!“ Ungefähr so begann jedes zweite Gespräch, das ich während meines ersten Ferienjobs beim Verkauf von Zeitschriften im Call Center geführt habe. Offensichtlich habe ich diese Zeit noch nicht vollkommen verarbeitet, denn sobald ich daran denke, läuft mir jedes Mal wieder ein Schauder über den Rücken. Ich möchte hier jedoch nicht bashen. Nein, nein! Ich schreibe das mit größtem Respekt an alle, die sich in Vollzeit der telefonischen Kaltakquise verschrieben haben. Etwas sinnvolles wollte ich mit meiner Freizeit in diesem Sommer anfangen, indem ich etwas Geld verdiene. Im Nachhinein hätte ich die Tage bei erfrischenden 37 Grad Außentemperatur doch lieber am Meer verbracht. Aber nein, auf die großzügige Bezahlung des Mindestlohns von damals 8,50 Euro die Stunde wollte ich auf keinen Fall verzichten! Zumal man mir eine vielversprechende Provision für jedes verkaufte Produktversprochen hatte. Dass die Chancen, etwas zu verkaufen, allerdings mehr als schlecht standen,hatte man mir nicht verraten. Immerhin: An einen einzigen guten Verkaufstag von mir erinnere ich mich noch. Zur Belohnung gab es sogar eine Kugel Eis! (mim)

 

Crossaints, Brötchen und Disziplin

Ein paar Brötchen einpacken und nett mit den Kund:innen plaudern – so hatte ich mir meinen Jobbeim Bäcker eigentlich vorgestellt. Stattdessen bestand mein Arbeitsalltag daraus, Kund:innen Vorteilskarten aufzuquatschen und mir böse Blicke meiner Chefin einzufangen, wenn ich es danndoch einmal vergaß. Noch dazu herrschte in diesem Laden eine Kleiderordnung, die die Ansprüche jeder Anwaltskanzlei erfüllt hätte. Es durften ausschließlich schwarze Socken getragen werden und war im Hemd auch nur eine Falte, konnte man eigentlich sofort wieder gehen. Vergaß man dannnoch, was zurzeit das Brot des Monats war, stand die Kündigung kurz vor der Tür. Aber dank Personalmangels durfte ich trotz roter Socken bleiben. (lak)

Luzie Fraedrich
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Luzie Frädrich studiert Politikwissenschaft und Economics. Sie schreibt seit 2021 für den ruprecht. Ihr Interesse gilt insbesondere politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, darunter auch feministische Themen.

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