Wie die Psychosoziale Beratungsstelle dich kostenlos unterstützt
Studium statt Schule, neue Freunde, das erste Mal alleine wohnen, – für viele ist das Studium nicht nur ein Neuanfang, sondern vor allem auch ein Umbruch. Das kann durchaus belastend sein, weiß Dr. Frank Hofmann, Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle (PBS): „Zu Beginn des Studiums werden Studierende mit zahlreichen Veränderungen und neuen Herausforderungen akademischer wie sozialer Natur konfrontiert. Das erfordert Anpassungsleistungen, die für viele Studierende schwierig sein können“, sagt er. Deshalb beraten Hofmann und sein acht-köpfiges Team aus Psycholog:innen Studierende zu verschiedensten Themen rund um psychische Gesundheit. Häufig gehe es dabei um Prüfungsängste, Zeitmanagement oder das als Problem empfundene Aufschieben unliebsamer Uni-Aufgaben.
„Wir sind ein niederschwelliges Angebot“
Doch nicht nur bei studienbezogenen Schwierigkeiten hilft die PBS – auch für grundlegende Probleme wie einen geringen Selbstwert oder Konflikte in der Beziehung bietet sie eine Anlaufstelle. „Wir sind ein niederschwelliges Angebot“, betont Hofmann. Und so kann die PBS kostenlos von allen Studierenden aufgesucht werden, deren Hochschule dem Studierendenwerk Heidelberg angehört – ganz egal ob man bereits Erfahrungen in einer Psychotherapie gemacht hat oder nicht. Zudem ist die Beratung durch die Psycholog:innen kostenlos und natürlich vertraulich.
„In einem oder mehreren orientierenden Gesprächen verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick über Themen und Anliegen und geben – wenn möglich – erste Einschätzungen über angemessene nächste Schritte“, erklärt Hofmann. Das könne von weiteren Gesprächsterminen in der PBS bis hin zur Unterstützung bei der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz reichen. Der Vorteil: Die PBS kennt die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Uni und kann so am besten beraten, wie sich Studium und weiteres Vorgehen unter einen Hut bringen lassen. Auch bei Nachteilsausgleichen oder Anträgen für Prüfungsrücktritte kann die PBS durch fachkundige Einschätzungen unterstützen oder an entsprechende Stellen verweisen.
Auch anonyme Online-Beratungen sind möglich
Zusätzlich bietet die Beratungsstelle immer wieder Gruppencoachings zu verschiedenen Themen wie Arbeitsstörungen oder sozialen Ängsten an: „Das kann man sich vorstellen wie einen umfangreicheren Workshop mit einer inneren Struktur. Dort trifft sich eine Gruppe von Studierenden, um sich über mehrere Termine hinweg unter professioneller Anleitung mit einem Thema auseinanderzusetzen und neue Bewältigungsmöglichkeiten zu erarbeiten“, erklärt Hofmann. Mit Sicherheit hilft es auch zu sehen, dass man mit seinem Thema nicht alleine ist. Ob ein Gruppenangebot – evtl. auch bei niedergelassenen Psychotherapeut:innen oder kooperierenden Einrichtungen – zu einem passen könnte, kann im Rahmen der Beratungsgespräche geklärt werden.
Wenn auch du unsicher bist und Beratung zu deiner psychischen Gesundheit brauchst, findest du die Adresse der PBS und weitere Anlaufstellen im Infokasten.
Von Lukas Hesche
Info
PBS
Terminvereinbarung unter: pbs@stw.uni-heidelberg.de
Heidelberger Institut für Psychotherapie
Voßstraße 9, 69115 Heidelberg
Therapie bei Therapeut:innen in Ausbildung
Psychotherapeutische Hochschulambulanz Bergheimer Straße 147, 69115 Heidelberg
Erfahrung aus der Redaktion: „Niederschwellig, erster Termin innerhalb von zwei Wochen.“
UKHD Klinik für Psychiatrie
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„Unterbesetzt, Therapiedauern von sechs bis zwölf Wochen eher kurz, ausführliche Diagnostik, gut um Unterstützung durch Medikamente zu testen.“
Von Felix Albrecht
...studiert Sonderpädagogik an der PH und wenn er mal wieder etwas zum Prokrastinieren braucht, schreibt er Artikel für den ruprecht.
...studiert Biowissenschaften und schreibt … nichts. Er layoutet und illustriert seit 2023 für den ruprecht.









