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Blut und Wasser 

von Niklas Gläßer und Felix Albrecht
7. Juni 2025
in Ausgabe, Feuilleton, Film & Theater, Startseite
Lesedauer: 3 Minuten
0
Blut und Wasser 

Collage: Felix Albrecht

Brechts „Kaukasischer Kreidekreis“ in Heidelberg.

Ein Kind, eine Linie und eine Entscheidung: Wer liebt wirklich – und wer nur, weil es ihm Vorteile gewährt? Bertolt Brechts „Kaukasischer Kreidekreis“, verfasst im amerikanischen Exil zwischen 1944 und 1945, verpackt genau diese Frage in ein poetisches wie politisches Theaterstück. Die aktuelle Inszenierung am Theater Heidelberg bringt die Parabel mit klarem Zugriff und großem Gespür auf die Bühne des Marguerre-Saals. 

Inmitten eines Bürgerkriegs wird ein Baby von seiner adeligen Mutter zurückgelassen – die Magd Grusche nimmt es an sich und flieht. Was als spontane Entscheidung beginnt, wird für sie zur existenziellen Verantwortung. Jahre später steht das Kind im Zentrum eines Streits vor Gericht: Wer erhält das Sorgerecht, die leibliche Mutter oder Grusche, die es mit Hingabe großgezogen hat? 

Die Inszenierung verzichtet auf Schnickschnack, verlässt sich auf starke Bilder und intensives Spiel. Das Bühnenbild pendelt mit massiven Steinblöcken und Neon-Symbolen geschickt zwischen antiker Schwere und moderner Klarheit, eine leuchtende Justitia kreist zusammen mit der Bühne wie ein Damoklesschwert während des Stücks hin und her. Die Kostüme setzen dezente, aber sprechende Akzente, die soziale Unterschiede sichtbar machen, ohne sie plakativ auszustellen. 

Musikalisch wird das Stück ebenfalls gut getragen: Eine kleine Live-Band mit E=Gitarre, Cello und Schlagzeug begleitet die Szenen abwechslungsreich, ohne sich in den Vordergrund zu drängen – ein Sound, der Atmosphäre schafft, aber den Text nicht übertönt. Gerade in den Übergängen zwischen den Szenen trägt die Musik spürbar zum Erzählfluss bei und verleiht der Inszenierung einen rhythmischen Puls. Auch auf eindrucksvolle Feuersäulen verzichtet das Stück nicht. 

Was das Ensemble leistet, wirkt nahbar und pointiert. Besonders die Figur der Grusche hinterlässt Eindruck, nicht durch großes Auftrumpfen, sondern weil ihre Zerrissenheit und Kompromisslosigkeit nachvollziehbar sind. Das Schauspiel ist nie aufdringlich, sondern besticht durch eine tiefe moralische Ebene. Und dann kommt Azdak: ein Richter, der scheinbar willkürlich urteilt, aber mit einem Gespür für Menschlichkeit, das überrascht. Seine Auftritte sind unberechenbar, laut, witzig – und trotzdem bleibt etwas hängen, das ernster ist als jede Moral. Er versucht nicht heldenhaft zu erscheinen und gerade dadurch wirkt er glaubwürdig. 

Trotz ihrer Einfachheit entwickelt die Geschichte eine Spannung, die den gesamten Abend anhält. Statt überladener Symbolik und Pathos stehen die ganz grundlegenden Fragen nach Verantwortung, Fürsorge und Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Die abschließende Ent- scheidung, in der das Kind in einen Kreidekreis gestellt wird, ist drastisch und doch fast spielerisch inszeniert. Ist Blut wirklich dicker als Wasser?  

Man verlässt den Saal nicht mit Antworten, sondern mit einem Gefühl von Zweifel und Klarheit zugleich. Vielleicht ist das die stärkste Wirkung, die Theater haben kann. 

 

Eine Rezension von Niklas Gläßer 

Niklas Gläßer
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Felix Albrecht
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...studiert Biowissenschaften und schreibt … nichts. Er layoutet und illustriert seit 2023 für den ruprecht.

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