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Pochen auf Epochen

von Emma Neumann, Robert Bretschi, Eric Klimmer und Kaisa Eilenberger
3. Juli 2025
in Ausgabe, Startseite, Wissenschaft
Lesedauer: 3 Minuten
0
Pochen auf Epochen

Wir haben mit Heidelberger Dozierenden über Sinn und Unsinn von Epocheneinteilung in den Wissenschaften gesprochen

Das Ende Roms im Jahr 475 nach Christus markiert den Beginn einer dunklen Zeit. Zumindest wenn man die Humanisten der Frühen Neuzeit fragt: Das Mittelalter als dunklen Fleck zwischen ihnen und der Antike. Ihr Ziel war es, das vermeintlich reine Latein Ciceros auferstehen zu lassen und damit das „lausige“ Latein des Mittelalters zu ersetzen. Ihr Bild vom Mittelalter war epocheschaffend. Das Mittelalter war zeitlich etabliert, vom Ende der Antike bis zur Renaissance, inklusive schlechtem Image. Dabei waren die Texte, in denen die Humanisten ihr Ideal sahen, ihnen nur in überlieferten mittelalterlichen Abschriften zugänglich, eine „translatio studii“, so der Mediävist Tobias Bulang.

Eine andere translatio, die für das Geschichtsbild im Mittelalter selbst prägend war, ist die sogenannte Vier-Reiche-Lehre, die auf eine antike Interpretation des Buchs Daniel zurückgeht. Mit ihr wird die Weltgeschichte in vier aufeinanderfolgende Großmächte eingeteilt. Dem vorhergesagten Untergang des letzten, des Römischen Reiches, schließen sich die Geschehnisse aus der Offenbarung des Johannes an.

Mit dem Ende des Weströmischen Reichs aber ohne passende Apokalypse geriet man in Erklärungsnot. Die Lösung: translatio imperii, eine Übertragung des Reichs. Ein Instrument der politischen Legitimierung, mit dem Karl der Große und spätere deutsche Könige die römische Kaiserwürde erhalten konnten. So bestand das Römische Reich in Form des Heiligen Römischen Reichs weiter. Im Mittelalter sah man sich selbst in der letzten Phase der Geschichte. Diese Spannung zwischen Selbst- und Fremdeinordnung des Mittelalters zeigt, wie künstlich und konstruiert Epochen sind. „Epochen sind nachträgliche Konstrukte”, erklärt der Althistoriker Wolfgang Havener und erläutert, dass ein Athener Bürger des Jahres 500 v. Chr. sich weder als Teil der griechischen Klassik noch der Antike sah.

Die Ansicht, dass jedes Zeitalter einen inhärenten Charakter hat, spielt heute in der Forschung keine Rolle mehr. Auf Epochen als Arbeitswerkzeug zu verzichten ist dennoch nicht möglich. Sie vereinfachen und ordnen das historische Arbeitsfeld, meint auch der Neuzeit-Experte Magnus Ressel.

Epochengrenzen sind nicht nur zeitlich konstruiert, auch räumlich sind sie nicht universell anwendbar. Beispielsweise beginnt römische Geschichte in Britannien Jahrhunderte später als im heutigen Tunesien. In dem Maghreb-Staat sieht man die römische Herrschaft genauso als einen Teil der eigenen Geschichte, wie die spätere islamische Herrschaft, die Kolonialherrschaften und die Unabhängigkeit – alle eingebettet in eine mediterrane Geschichte.

Islamwissenschaftler Benjamin Weineck meint, es lohnt sich, über den Tellerrand geographischer und kultureller Grenzen zu blicken. Am Beispiel von Konfessionalisierung zwischen Katholizismus und Protestantismus in Europa und Sunnitisierung und Schiitisierung im Osmanischen Reich und im Iran zeigt er historisch parallele Entwicklungen und Korrelationen auf, die Charakteristika von Epochen in einen globalen Kontext setzen und so einen umfassenderen Erkenntnisgewinn ermöglichen.

Einig sind sich die befragten Wissenschaftler darin, vorsichtig mit Epochengrenzen umzugehen. Denn auch bei scheinbar noch so gravierenden historischen Zäsuren dürfen Kontinuitäten nicht übersehen werden.

Weineck nennt das Beispiel der Hidschra. Mit ihr beginnt zwar die Islamische Zeitrechnung, doch es wird leicht übersehen, dass es in der frühen Phase des Islams noch arabische Gottheiten gegeben hat, die erst im Laufe der Zeit aus der islamischen Theologie ausgeschlossen wurden.

An ein baldiges Ende der Epocheneinteilung glaubt keiner unserer Gesprächspartner, denn Epochen machen Geschichte begreif- und analysierbar.

Von Emma Helene Neumann, Robert Bretschi und Eric Klimmer

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