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Yes, We Care!

von Solveig Harder, Pauline Zürbes und Lily Grau
25. Juli 2025
in Ausgabe, Startseite, Studentisches Leben
Lesedauer: 4 Minuten
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Yes, We Care!

Busy, busy, busy. Grafik: Lily Grau

Studierende mit Pflegeverantwortung stehen vor großen organisatorischen und emotionalen Herausforderungen. Weder in hochschulpolitischen Maßnahmen noch in sozialpolitischen Debatten finden sie ausreichend Beachtung

Xenia* schreibt momentan ihre Bachelorarbeit in Geographie an der Universität Heidelberg – doch das Studium ist nur ein Teil ihres Alltags. Die 23-Jährige pendelt fast jedes Wochenende nach Karlsruhe, um ihren Vater zu pflegen. Damit gehört sie zu den zwölf Prozent der Studierenden, die eine Pflegeverantwortung haben. Das ist ein höherer Anteil als Studierende mit Kindern. Viele Betroffene fühlen sich allein und erleben ihre Situation als stigmatisiert.

„Ein Austausch könnte diesen Studierenden viel Mut und Kraft geben“

Viele übernehmen diese Verantwortung nicht freiwillig, sondern finden sich plötzlich in einer Pflegesituation wieder, wie Xenia. Ihr Vater leidet an den Spätfolgen eines Autounfalls vor fast 20 Jahren: Ein abgestorbener Nerv in der Halswirbelsäule hat seine Feinmotorik eingeschränkt. Seine Hände und Zehen sind gekrümmt, er hat Schwierigkeiten beim Gehen und verliert oft die Balance. Noch braucht er keinen Rollstuhl, aber sein Zustand ist irreversibel. „Es geht eigentlich nur noch darum, das Fortschreiten so lange wie möglich aufzuhalten“, sagt Xenia. Da sie keine Geschwister hat und ihre Eltern geschieden sind, liegt die Verantwortung bei ihr.

Pflegende Studierende haben Anspruch auf Sonderregelungen

Ein großer Teil ihrer Hilfe betrifft den Haushalt: putzen, einkaufen, vorkochen. Auch bei der Körperpflege, wie Fingernägel schneiden oder Haare waschen, unterstützt sie ihren Vater. Dazu kommt der Papierkram: „Gerade wegen seines Migrationshintergrundes übernehme ich viel Bürokratisches, zum Beispiel die Kommunikation mit der AOK.“ Dafür erhält sie rund 200 Euro Pflegegeld im Monat. Was auf dem Papier wie ein Nebenjob klingt, ist viel mehr: „Im Prinzip bin ich rund um die Uhr da.“

Trotzdem arbeitet Xenia nebenher in einem Café. „Damit ist der Tag dann eigentlich voll“, sagt sie mit einem leichten Lächeln – fast so, als wäre das alles selbstverständlich. Doch natürlich ist es das nicht. Die größte Herausforderung? „Das Mentale. Es ist schwer zu sehen, wie er abbaut.“ Trotzdem will er möglichst selbstständig bleiben. Das führt zwischen den beiden immer wieder zu Konflikten, gerade, wenn er sich nicht helfen lassen will. „Man muss immer darauf achten, dass man sich emotional gegenseitig noch erreicht.“

Als „pflegende Studierende“ hat sie Anspruch auf Sonderregelungen wie verlängerte Prüfungsfristen, doch bisher hat sie diese nicht genutzt. „Mir war gar nicht klar, dass ich Pflegerin bin.“ Genau diese Unsichtbarkeit ist laut Evelyn Kuttikattu von der universitären Initiative Unify typisch. „Pflegende Studierende sind oft der Überzeugung, sie hätten kein Recht auf Unterstützung im Studium“, erklärt sie. Dabei berücksichtigt das baden-württembergische Landeshochschulgesetz Pflegeverantwortung, es braucht nicht mal einen Pflegegrad-Nachweis. Aber die Umsetzung hängt von den Lehrenden und Beratungsstellen ab. Trotz dieser Regelungen warten die pflegenden Studierenden laut Kuttikattu eher zu lange, bevor sie sich die Rechte einholen, die ihnen eigentlich auch zustehen. Und das, obwohl diese zusätzlichen Verpflichtungen zeitlich, aber auch mental extrem fordernd sind. „Pflege kann viele schöne und sehr vertraute Momente beinhalten, sie ist aber auch oft mit Trauer verbunden und kann mit Verlusten enden.“ Weil die Pflegeverpflichtungen oft schrittweise fordernder werden, warten viele bis an ihre Belastungsgrenze, bis sie sich Hilfe suchen.Hier könnte auch ein Austauschformat unter betroffenen Studis unterstützend wirken. Bisher gibt es so etwas an der Universität Heidelberg nicht, doch Unify würde gerne ein regelmäßiges Angebot schaffen, falls eine Nachfrage besteht. Oft haben Studierende keine Zeit oder Energie für neue Termine, wenn sie bereits überlastet sind. Kuttikattu macht aber deutlich: „Ein Austausch könnte viel Mut und Kraft geben, viele ackern sich sonst allein durch.“

Viele gehen bis an ihre Belastungsgrenze, bis sie sich Hilfe suchen

Auch an der Pädagogischen Hochschule (PH) findet man ein solches Angebot sinnvoll. Wolfgang Schultz, der dortige Referent für Gleichstellung, betont aber, dass es speziell an die Bedürfnisse pflegender Studis angepasst werden sollte, und nicht „von oben“ organisiert. Aus seiner Erfahrung stellt besonders die unklare Definition einer Pflegesituation eine Schwierigkeit dar: „Spätestens, wenn es um eine Abschlussarbeit geht, geht es nicht mehr ohne handfeste Bescheinigungen über die Pflege.“ Eltern können bei Fristverlängerungen Nachweise wie Geburtsurkunden vorlegen, ein Pflegenachweis ist deutlich komplizierter. Schultz sieht auch ein Informationsdefizit: Die Website der PH gibt zwar Auskunft über Ansprechstellen sowie Rechte von Studierenden, die passenden Informationen sind jedoch schwer zu finden und bereits überlastete Studierende übersehen diese oft.

Vor einigen Monaten wandte sich eine Studentin mit einer Pflegesituation in ihrer WG an Schultz, die völlig überfordert war. Zwar konnte er an die Krankenkasse verweisen, fühlte sich jedoch in seinen Handlungsmöglichkeiten beschränkt. Nach unserem Gespräch fühlt er sich herausgefordert, die vielen Lücken im System anzugehen.Klar wird: Es geht um individuelle Situationen und Menschen. Daher sollten bei zukünftigen Initiativen die Bedürfnisse dieser an erster Stelle stehen. Das Beispiel von Xenia zeigt, wie Studierende sich den Herausforderungen täglich stellen und ihren akademischen Weg gehen: Sie steht nun kurz vor dem Master und möchte definitiv weiterstudieren. Viele Studierende schultern neben Uni und Nebenjob noch viel mehr, und das oft ohne großes Aufsehen. Es ist Zeit, dass sie nicht mehr alleine dastehen.

*Name von der Redaktion geändert

Von Solveig Harder und Pauline Zürbes

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