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Ruprecht fragt – Jonas antwortet

von Justus Brauer und Claire Meyers
15. März 2026
in Ausgabe, Interview, ruprecht fragt, Seite 1-3
Lesedauer: 6 Minuten
0
Ruprecht fragt – Jonas antwortet

Stimmung machen ist sein Job Foto: Niko Da Silva Neithardt

Während sich die Heidelberg Academics im SNP Dome für ihr nächstes Heimspiel aufwärmen, wird man von der Geräuschkulisse in der Halle schon vor Anpfiff überwältigt. Sneaker quietschen auf dem glänzenden Hallenboden, ausgelassene Fans singen sich in Stimmung und ganz vorne dabei heizt er alle an: Jonas Müller, Heidelberger Jura-Student, führt den Fanclub „Kollektiv Neckarkurve“ lautstark mit dem Megafon an und verrät uns, worauf es als Stehblock-Frontmann ankommt.

Wie wird man der Typ mit dem Megafon?

Ich bin regelmäßig zu den Spielen der Academics gegangen, das war für mich ein cooler Treffpunkt, um Leute außerhalb des Studiums kennenzulernen. Ich hab nie Basketball gespielt, war aber schon immer sportbegeistert und hab mir schon lange gewünscht, mal in irgendeiner Fan-Kultur drinnen zu sein. Ich dachte mir, ich klappere Heidelberg mal ab und schaue, was hier in der Nähe ist. Das war am Ende der Basketball. Der Funke ist schon nach dem ersten Spiel übergesprungen. Irgendwann hab ich mich dann zu denen gestellt, die Stimmung gemacht haben. Der Typ, der damals an den Trommeln stand, hatte auch einen Moderationsjob und dann war es ganz gut, wenn jemand anderes noch schreien konnte. Das habe ich dann irgendwann übernommen. Als es ein großes Spiel in der Sap Arena in Mannheim gab, hatten wir das erste Mal ein Megafon dabei und ich durfte das in die Hand nehmen. Seither stehe ich als Vorsänger vor der Kurve.

Seit wann gibt es den Fanclub Kollektiv Neckarkurve?

Im August 2024 haben wir uns gegründet. Eingetragen waren wir dann ungefähr ein halbes Jahr später. Am Anfang waren wir zehn Leute, die sich in einer Bar getroffen und einen Namen überlegt haben. Mittlerweile haben wir knapp 100 Mitglieder. Jung, alt, Frauen, Männer – alle zusammen. Es ist schön, diesen Ort zu haben, wo sich alle auf Augenhöhe begegnen. Alle machen irgendwas anderes, aber alle sind basketball-begeistert.

Mit Sportfans assoziiert man oft den Stereotyp des toxischen Mannes, der zu viel Bier trinkt. Wie wirkt man dem als Fan-Club entgegen?

Ich glaube, da unterscheidet sich der Basketball sehr vom Fußball. Die Fan-Kultur im Fußball ist sehr Männer-geprägt, mit viel Alkohol im Spiel. Wir trinken auch mal ein Bierchen beim Spiel, aber es hat alles einen Rahmen. Uns war von Anfang an wichtig, dass alle dabei sein können. So hat es sich natürlich ergeben, dass mal Kids an der Trommel stehen, dass wir aus unterschiedlichen Altersklassen und Geschlechtern bestehen. Insgesamt ist der Basketball freundlicher und familiärer als der Fußball. Wenn Gäste-Fans kommen, werden sie freundlich begrüßt und man hat großen Respekt dafür, was die wiederum auf die Beine stellen. Auf der anderen Seite hat man im Fußball bei den Fan-Clubs oft schon über 40, 50 Jahre gefestigte Strukturen. Da verändert sich halt nicht mehr viel. Wir hatten die einmalige Situation, dass wir uns von Null aus etwas aufbauen konnten.

Es gibt also keine Fan-Clubs, mit denen ihr aneinandergeratet?

Nee, das gibt’s nicht. Letztens, als Fans aus Vilnius da waren, ist auch den ganzen Offiziellen mehr die Düse gegangen, ob es da vielleicht mal in der Halle knallt, aber das war dann nur außerhalb…

Aber es hat geknallt?!

Ja, ja, ein bisschen Pyro beim Fan-Marsch. Beim Fußball verschwindet man da mehr in der Anonymität, wenn man unter großen Fahnen steht oder mit Sturmhaube aus dem Fan-Block kommt, sowas gibt es beim Basketball einfach nicht, dafür sind wir zu klein. Und das ist auch nicht unser Anspruch.

Basketball ist als Sportart in Deutschland ja noch eher nischig, obwohl hier aber auch international das Level immer höher wird. Wie siehst du den Basketball kulturell in Deutschland eingebettet?

Der Fußball nimmt hier nochmal eine eigene Dimension an. Beim Basketball gibt es aber viele Teams aus Städten, die in der Fußball-Bundesliga nicht vertreten sind und so ist es toll, trotzdem ein lokales Team anfeuern zu können. Gleichzeitig ist es ein schneller Sport, wo man näher an den Spielern dran ist, an der Mannschaft, an dem, was drumherum passiert. Da Heidelberg keine anderen großen Vereine hat, ist es etwas Besonderes, ein Heidelberger Team zu haben, das auch in Stadtnähe spielt, so dass man einfach mal hingehen kann.Kannst du deine Rolle im Fanclub leicht mit deinem Studium vereinbaren?Es ist schon sehr zeitintensiv, aber es ist auch die beste Abwechslung zum Studium. Als wir den Verein gegründet haben, war das genau die Zeit, wo das Repetitorium in meinem Jura-Studium angefangen hat. Hätte ich diesen Ort, wo man für drei Stunden etwas komplett anderes macht und sich die Seele aus dem Leib schreit, nachdem man den ganzen Tag in der Bib gesessen hat, nicht gehabt, hätte ich diese Zeit nicht durchgestanden. Es ist mir wichtig, mal mit dem Kopf woanders zu sein – und nicht mehr bei der Uni.

Bei wie vielen Auswärtsfahrten bist du mit unterwegs?

Seit letztem Jahr viel mehr, da war ich auf sieben Auswärtsfahrten mit. Das unterscheidet sich auch sehr von den Heimspielen. Klar, man ist einen ganzen Tag unterwegs, aber es fühlt sich an wie Klassenfahrt. Man hat auch noch mehr das Underdog-Gefühl in der Halle, zu fünfzigst gegen 3000, wenn man versucht, die Mannschaft irgendwie zum Sieg zu schreien. Ein paar Verrückte gibt es, die für Auswärtsspiele auch mit ins Ausland fahren. Die Heidelberger spielen gerade ihr erstes Jahr international. Ich selber kriege das aber gerade zeitlich und finanziell nicht gestemmt. Für mein weitestes Auswärtsspiel ging es nach Chemnitz.

Wie bereitet ihr euch auf die Spiele als Fankurve vor? Besonders bei Auswärtsspielen, um die Stimmung hochzubringen?

Grundsätzlich sind ein paar von uns, meistens ich, eine halbe bis eine ganze Stunde vor einem Spiel in der Halle. Wir bauen die Trommeln auf, richten die Fahnen und bringen das Banner an. Vor dem Spiel heize ich die Fans dann noch ein, dass alle in Schwung kommen, damit die Energie zum Anpfiff schon da ist. Für große oder besondere Spiele haben wir auch schon Choreos gemacht. Da fangen wir auch mal zwei Monate im Voraus mit der Vorbereitung an. Da müssen Banner entworfen, Malkreise organisiert werden und so weiter.

Denkst du dir die Gesänge aus oder macht ihr das gemeinsam?

Zusammen. Jeder bringt da seine Ideen ein. Manchmal machen wir dann auch einen Singabend, wo wir üben. Es kommen immer mehr Gesänge dazu und wenn die Sitzränge dann auch alle kennen, wirds immer lauter und lauter. Letztes Jahr gab es einmal diesen Moment, als ich mit dem Megafon vorne stand und plötzlich die Gesänge wie ein Lauffeuer durch die Sitzränge gegangen sind und unser bekanntester Chant aus allen Reihen zurückgebrüllt wurde. Da hatte man das Gefühl, die Halle bebt. Das war auch für uns als Organisatoren von dem Fanklub ein Riesenmoment. Wir standen da und dachten uns nur: „Was passiert hier gerade?“ Das sind die Momente, für die man es dann auch macht.

„Mittlerweile mag ich so einfache Sachen wie ein ‚Schalalalala Heidelberg‘ lieber“

Was ist dein Lieblingschant?

Ganz klassisch ist bei uns das „Auf geht’s Jungs vom Neckar“ als Chant. Mittlerweile mag ich so einfache Sachen wie ein „Schalalalala Heidelberg“ lieber, weil man damit leiser anfangen kann, und dann, sobald der Ball wieder im Spiel ist, richtig laut gemeinsam schreien kann. Man löst sich dann auch bisschen von dem, was beim Spiel gerade passiert. Als Fans kann man einen riesigen Einfluss auf das Spiel haben und es ist dann wirklich cool, das zu nutzen und richtig laut zu werden.

Trainierst du deine Stimme?

Nein. Der nächste Tag muss ruhiger sein. Da ist meine Stimme dann auch ein bisschen angeschlagen. Aber die hält das schon aus. Das Adrenalin kocht dann bei mir auch so hoch, dass ich erst um drei Uhr nachts schlafen kann.

Was ist deine witzigste Geschichte?

Da habt ihr mich. Ein cooler Moment war auf jeden Fall, als einer von uns im Fanclub in der Halbzeit einen Wurf machen durfte, bei dem es um 1000 Euro ging. Er hat dann auch getroffen und danach gab es die Aktion nicht mehr. Das war während der Anfangszeit des Fanclubs. Das war ein geiler Moment. Ich erinnere mich aber generell an mehr emotionale als witzige Momente. Beispielsweise letztes Jahr, als wir in die Play-offs eingezogen sind oder als meine Eltern mich besucht haben, um das alles zu sehen.

Wie ist die Stimmung in Heidelberg im Vergleich zu anderen Städten?

Ich glaube, wir müssen uns nicht verstecken. Wir sind mittlerweile im oberen Drittel mit dabei. Zu den Bonnern und Chemnitzern schaut man auf, die Würzburger sind auch krass. Die spielen in einer kleinen Turnhalle und da ist es immer höllisch laut. Die Heidelberger können auch laut sein. Die Leute haben Bock, das Feuer ist da und gerade hält uns da wenig auf.

Führst du den Fanclub nach dem Studium weiter?

Ja, den führe ich weiter. Ich überlege gerade viel, wo ich hingehen soll für das Referendariat und merke gerade, dass Heidelberg echt mein Zuhause geworden ist. Ich fühle mich wohl und habe meine Leute und suche mir sicher was in der Nähe, damit ich das weiter machen kann. Im Vergleich zu Studium und Arbeit hat das Priorität.

Das Gespräch führten Justus Brauer und Claire Meyers

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Tags: BasketballHeidelberg AcademicsInterviewNr. 219ruprecht fragtSNP DomeSport

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