• Startseite
    • ruprecht fragt
    • Glosse
    • Schlagloch
    • Pro-Contra
  • Hochschule
    • StuRa
    • Hochschule bleibt stabil
  • Studentisches Leben
    • Psychische Gesundheit
    • 7 Tage
    • Dr. Ruprechts Sprechstunde
  • Heidelberg
    • Kneipenkritik
    • Heidelberger Historie
    • OB-Wahl 2022
  • Wissenschaft
  • Feuilleton
    • Literatur
    • Musik
    • Film & Theater
    • Pro-Contra im Feuilleton
  • Weltweit
  • Die Letzte
  • Online exklusiv
  • Über Uns
    • So entsteht die Ausgabe
    • Unsere Redaktion
    • Mitmachen!
    • Impressum
  • Print
    • Printarchiv
    • Leserbriefe – Info
    • Zu den Briefen
kein Ergebnis
View All Result
ruprecht
Donnerstag, 4. Juni 2026
  • Startseite
    • ruprecht fragt
    • Glosse
    • Schlagloch
    • Pro-Contra
  • Hochschule
    • StuRa
    • Hochschule bleibt stabil
  • Studentisches Leben
    • Psychische Gesundheit
    • 7 Tage
    • Dr. Ruprechts Sprechstunde
  • Heidelberg
    • Kneipenkritik
    • Heidelberger Historie
    • OB-Wahl 2022
  • Wissenschaft
  • Feuilleton
    • Literatur
    • Musik
    • Film & Theater
    • Pro-Contra im Feuilleton
  • Weltweit
  • Die Letzte
  • Online exklusiv
  • Über Uns
    • So entsteht die Ausgabe
    • Unsere Redaktion
    • Mitmachen!
    • Impressum
  • Print
    • Printarchiv
    • Leserbriefe – Info
    • Zu den Briefen
kein Ergebnis
View All Result
ruprecht
kein Ergebnis
View All Result

The Dictator is Leaving!

von Mariana Silitrari, Moritz Eigenbrod und Hannah Beil
25. Mai 2026
in Ausgabe, Interview, Startseite, Weltweit
Lesedauer: 3 Minuten
0
The Dictator is Leaving!

Die Leute haben Demokratie gewählt. Grafik: Hannah Beil

Ungarn hat gewählt: Orbán muss nach 16 Jahren aus dem Regierungsgebäude ausziehen. Was bedeutet das für die Nation – und die EU?

Am 12. April besiegte Péter Magyar den langjährigen Autokraten Victor Orbán. Der ruprecht hat Juniorprofessor Endre Borbáth vom Institut für Politische Wissenschaft gefragt, was das für die Zukunft Ungarns bedeutet.

Nach 16 Jahren an der Macht verlässt Viktor Orbán den politischen Chefsessel in Ungarn. Für viele Menschen fühlt sich das wie ein Neuanfang an. In Budapest wurde das Wahlergebnis mit Gesang und Tanz am Donauufer, mit Blick auf das leuchtende, imposante Parlamentsgebäude auf der anderen Seite des Flusses gefeiert. Aber was bedeutet dieser Machtwechsel wirklich? Weht jetzt ein anderer Wind durch Europa? Und welche Themen werden künftig auf dem Schreibtisch von Péter Magyar landen?

Der Sieg ist klar, die Zweidrittelmehrheit steht, doch der Wahlkampf davor war hart. Magyar habe, so Borbáth, die Wahl unter anderem wegen seiner Nähe zum Volk für sich entscheiden können, die er mit zahllosen Auftritten im ganzen Land untermauerte. Der ungarischen Fahne, lange stark von der Rechten besetzt, gab er für seine Bewegung eine neue Bedeutung. Alte traditionelle Lieder wurden neu gemischt und zu Hymnen eines politischen Aufbruchs gemacht, die auf Social Media viral gingen. Doch die eigentliche Frage bleibt: Was erwartet Ungarn jetzt? „Die Zukunft ist noch offen und ungewiss“, sagt Borbáth. Die Menschen in Ungarn wünschen sich bessere Schulen, ein funktionierendes Gesundheitssystem, weniger Ideologie, unabhängige Medien und einen entschlossenen Kampf gegen Korruption. Besonders wichtig sei außerdem die „Rückkehr nach Europa“, so der Juniorprofessor.

Péter Magyar war lange selbst Teil des Orbán-Umfelds, bevor er zum Gesicht seiner eigenen Bewegung wurde: der Tisza-Partei. Genau das macht seinen Aufstieg für viele so glaubwürdig. Er kommt nicht von außen, sondern kennt das System von innen. Der 45-jährige Jurist werde, so Borbáth, die Beziehungen zur Europäischen Union normalisieren, sich klarer an die Seite Europas stellen und Orbáns Blockadetaktiken innerhalb der EU einstellen, was auch mit einer Unterstützung der Ukraine einhergehen könnte. Außenpolitisch könnte Ungarn sich damit deutlich von Orbán abheben – weg von engen persönlichen Allianzen mit autoritären oder rechtsnationalen Regierungen.

Trotz aller Aufbruchstimmung ist Magyar kein radikaler Gegenentwurf zu Orbán. In der Migrationspolitik dürfte sich zunächst wenig ändern. Der Grenzzaun bleibt auch mit dem neuen Staatsoberhaupt. Größer werden die Fragezeichen in der Energiepolitik. Ungarn ist zwar Mitglied der EU und der NATO, hängt aber weiterhin stark von russischer Energie ab. Magyars Aussagen dazu blieben bisher selten und vorsichtig. Sein Ziel scheint eine graduelle Entkoppelung von russischen Lieferungen bis Mitte der 2030er-Jahre zu sein – deutlich langsamer, als es die EU vorsieht. Brüssel will Importe von russischem Gas und Öl bis Ende 2027 stoppen. Nach dem Amtsantritt im September dürfte es vor allem darum gehen, wie schnell Ungarn seinen Kurs ändern kann. „Es wird diskutiert, welche Alternativen es zu russischem Gas und Öl gibt. Eine davon ist die Pipeline über Kroatien; zusätzlich wird nach weiteren alternativen Bezugsquellen gesucht“, so Borbáth. Dennoch: „Die Beziehungen zu Russland werden nicht einfach verschwinden. Russland kann nicht ignoriert werden“. Vielmehr gehe es darum, die Abhängigkeit schrittweise zu verringern. Die große Frage werde sein, wie sich ein Bruch mit Moskau schaffen lässt, ohne Preise und Versorgungssicherheit im Land zu gefährden. Er fügt hinzu, dass die Beziehungen zu Russland nur abnehmen können, da sie sich zur Zeit auf einem „historischen Hoch“ befinden. Dies sei eine „nationale Schande“ für Ungarn.

Die Frage, ob Magyars großer Wahlerfolg einen Erdrutsch-Effekt auslösen werde, der weitere Niederlagen vergleichbarer Regime einleiten könnte, kommentiert Borbáth mit Skepsis. Es sei „primär ein für Ungarn lokales Phänomen“. Wenn man sich jedoch etwas von Magyars Volksnähe und Tatkräftigkeit abschauen würde, sieht er Chancen, dem Aufstieg solcher politischer Strömungen Einhalt zu gebieten. Für Ungarn bedeute die Wahl vor allem eines: „Regimewechsel“.

Das vollständige Interview findet ihr hier.

Von Mariana Silitrari und Moritz Eigenbrod

Mariana Silitrari
+ postsBio
  • Mariana Silitrari
    Interview – The Dictator is Leaving!
Moritz Eigenbrod
+ postsBio

...studiert Politikwissenschaft und Germanistik und ist seit Herbst 2025 beim ruprecht. Labert und schreibt gerne über politische und gesellschaftlich relevante Themen.

  • Moritz Eigenbrod
    Streiten mit Regeln
  • Moritz Eigenbrod
    Interview – The Dictator is Leaving!
  • Moritz Eigenbrod
    Vom Europaparlament nach Heidelberg
  • Moritz Eigenbrod
    Sie ist wieder da
Hannah Beil
+ postsBio
  • Hannah Beil
    Interview – The Dictator is Leaving!
Tags: Endre BorbáthHeidelbergInterviewNr. 220Péter MagyarUngarnWahlweltweit

Empfohlene Artikel

Gedichte zum Tanzen
Ausgabe

Gedichte zum Tanzen

4. Juni 2026
Uni-Cup
Ausgabe

Uni-Cup

2. Juni 2026
Tickettragödie
Ausgabe

Tickettragödie

27. Mai 2026
Ideenbrücken 
Ausgabe

Ideenbrücken 

26. Mai 2026
nächster Artikel
Marie Tharp 

Marie Tharp 

Ideenbrücken 

Ideenbrücken 

Tickettragödie

Tickettragödie

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Printarchiv
  • Unsere Redaktion

kein Ergebnis
View All Result
  • Startseite
    • ruprecht fragt
    • Glosse
    • Schlagloch
    • Pro-Contra
  • Hochschule
    • StuRa
    • Hochschule bleibt stabil
  • Studentisches Leben
    • Psychische Gesundheit
    • 7 Tage
    • Dr. Ruprechts Sprechstunde
  • Heidelberg
    • Kneipenkritik
    • Heidelberger Historie
    • OB-Wahl 2022
  • Wissenschaft
  • Feuilleton
    • Literatur
    • Musik
    • Film & Theater
    • Pro-Contra im Feuilleton
  • Weltweit
  • Die Letzte
  • Online exklusiv
  • Über Uns
    • So entsteht die Ausgabe
    • Unsere Redaktion
    • Mitmachen!
    • Impressum
  • Print
    • Printarchiv
    • Leserbriefe – Info
    • Zu den Briefen