Ein exzellenter Freund für die Uni Heidelberg
Im April 2026 startete die Kooperation der Universität Heidelberg mit der Harvard University. Ermöglicht wird diese durch Investitionen des Landes Baden-Württemberg in internationale Partnerschaften in der Wissenschaft. Mitunter sollen so Möglichkeiten für Forscher:innen geschaffen werden, die unter US-Präsident Trumps restriktiver Hochschulpolitik leiden.
Die Förderung strukturiert sich an zwei Förderlinien: Dem „Strategic Partnership Grant“ mit sieben und dem „Explorer Seed Fund“ mit 16 Projekten. Beide zielen auf die Stärkung der Partnerschaft zwischen Heidelberg und Harvard ab. Beim „Strategic Partnership Grant“ sollen langfristig bestehende Beziehungen und Strukturen zwischen den Universitäten geschaffen werden, und zwar über den Förderzeitraum hinaus. Der „Explorer Seed Fund“ hingegen dient als Anstoß für neue gemeinsame Projekte, vor allem im Zug von individuellen Forschungsaufenthalten in Heidelberg.
Die Kooperation baut auf 23 gemeinsamen Initiativen an neun Fakultäten auf: von Mathematik und Informatik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zu Philosophie und Theologie. Allen voran beherbergt die medizinische Fakultät als Spitzenreiter neun der 23 Projekte. Geforscht werden soll dort unter anderem im Bereich Neurotransmitter-Stoffwechsel im Gehirn oder an Impfstoffen zur Tuberkulose-Prävention.
24 Millionen, aber keine Auswirkungen auf Studis und Lehre?
Die Kooperation wird im Rahmen des Programms „Global Partnership in Science“ mit 24 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg gefördert. Mit zehn Millionen Euro fließt fast die Hälfte dieses Budgets in die Kooperation der Universität Heidelberg mit der Harvard University. Von April 2026 bis Dezember 2027 ermöglichen diese Zuschüsse Forschungsaufenthalte von Harvard-Wissenschaftler:innen an der Universität Heidelberg. Auch Workshops und Lesungen zur Stärkung der Partnerschaft sollen finanziert werden. Die Stipendien sind an Doktorand: innen, Nachwuchswissenschaftler:innen und erfahrene Wissenschaftler: innen der Harvard University gerichtet. Hinzu kommen Zuschüsse für Reisekosten, Krankenversicherung und Familienunterstützung.
Dennoch bieten die Forschungsprojekte auch der Universität Heidelberg viel Prestige und Möglichkeiten, die vor allen Dingen den Gastwissenschaftler:innen aus den USA unter Trumps Politik verwehrt geblieben wären. Die Auswirkungen der Kooperation auf die Lehre und somit auch auf die Studierenden sind allerdings eher gering. Für die Universität Heidelberg allgemein ergeben sich trotzdem eine Vielzahl an Projekten und die Möglichkeit, sich dauerhaft mit den amerikanischen Forscher:innen zu vernetzen.
Von Laetitia Klein und Pauline Wußler
...ist schon immer gerne der Frage Warum nachgegangen. Diese Leidenschaft prägt nicht nur ihr Studium der Geschichte und Politikwissenschaften sondern seit 2025 auch ihre Mitarbeit beim ruprecht. Besonders gerne verliert sie sich in Recherchen oder Aktuellem aus Kultur und Politik.





