Hört her, hört rein! Wir haben die fünf exquisitesten Alben für euren musikalischen Jahresstart rausgesucht. Ohrgasmus garantiert
Baño Maria – Ca7riel & Paco Amoroso
Listening Party von „Baño Maria“ (auf Deutsch „Wasserbad“) beim Lollapalooza Festival in Argentinien: Paco Amoroso & CA7RIEL erscheinen in Bademänteln, setzen sich in einen Whirlpool und hören das Album gemeinsam mit der Crowd an. Das Duo aus Buenos Aires vereint auf der Platte tanzbare Elektronik, atmosphärische Beats und ihre einzigartigen Stimmen. Dabei wird eine enorme Bandbreite sprachiger Musik. Persönliche Empfehlung: Das „Tiny Desk Concert“ des Albums ist ein visueller und auditiver Höchstgenuss!
von Pauline Ammon
MALIK – Venna
Es gibt wenige Instrumentalisten, die an ihrem ganz individuellen Klang sofort und in jedem Kontext erkennbar sind. Der britische Saxophonist und Produzent Venna fällt für mich in diese Kategorie – wenn Venna am Sax ist, hört man es. Auf seinem Debütalbum MALIK rückt dieser ganz besondere Sound an der Schnittstelle verschiedener Genres in den Vordergrund. Mit Elementen von Jazz, Afrojazz, Rap, RnB und Soul entsteht eine facettenreiche musikalische Welt, die von den Klängen seines Saxophons durchflossen ist. Auch als Komponist, Produzent und Sänger sorgt Venna dafür, dassjeder Track seinen klanglichen Fingerabdruck trägt. Features mit Jorja Smith, Smino und Leon Thomas zeigen, dass dieser Klang unglaublich vielfältig und wandelbar ist. Ein Album zum Genießen.
von Odette Lehmann
Lotus – Little Simz
Lotusblumen wachsen vornehmlich in schlammigen Gewässern und symbolisieren, dass aus widrigen Umständen Weisheit und Erleuchtung erwachsen können. Welch passende Metaphorik für das sechste Album der britischen Rapperin Little Simz, das infolge der Trennung von ihrem Produzenten Inflo entstand. Diesen bezichtigt sie des Diebstahls von 1,7 Millionen Pfund und des emotionalen Missbrauchs während ihrer Zusammenarbeit. Simz verarbeitet den schweren Schlag mit gewohnt messerscharfer Lyrik undihrem durch Jazz, Soul und Afrobeats geprägten Sound. Die Trennung von Inflo hat außerdem Platz geschaffen für neue Klangexperimente: der Opener „Thief“ und der Titeltrack bestechen mit deutlichen Rockeinflüssen. „Free“, „Lion“ und „Young“ sind ebenfalls Highlights.
von Florian Schröer
TEKKNO – Electric CallboyDu liebst Metal, aber Techno und Ballermann dürfen auch nicht fehlen? Dann ist das Album „Tekkno“ von Electric Callboy genau richtig für dich. Das Album überzeugt mit einer einzigartigen Mischung aus Metalcore und Electro-Pop. Neben eingängigen Refrains erwarten dich alberne Texte und eine Band, die sich selbst nicht zu ernst nimmt. Die zehn Songs sind musikalisch wie inhaltlich sehr verschieden. Das Lied „Hurrikan“ fusioniert deutschen Schlager und harten Metalcore zur ultimativen Partyhymne, „Pump It“ motiviert in einer harten Trainingseinheit zur Höchstleistung und „We Got the Moves“ erzählt von einemunvergesslichen Sommer. Genau diese Kombination aus Energie, Humor und verschiedensten Genres macht dieses Album so reizvoll.
von Eric Klammer
LUX – Rosalía
Einmal Himmel und wieder zurück. Rosalías Album Lux ist ein Gesamtkunstwerk mit der grundlegenden Frage: Wie kann man die Welten des Göttlichen mit dem Irdischen verbinden? Ein hoher Anspruch, dem LUX vollkommen gerecht wird. Das Album verbindet Pop mit Avantgarde, Operngesang mit Bässen und das London Symphony Orchestra mit Björk und ist damit in keine irdische Klangkategorie einzuordnen. Dazu singt sie in insgesamt 13 Sprachen über Liebe, Mythen, Selbstaufopferung und Transzendenz. Die Lead-Single „Berghain“ ist nur eines der Highlights, neben emotionalen Arien über Götter, die Diamanten weinen, und dem bewegenden Rumba del Perdón. Ganz besonders lohnt es sich, das Werk in seiner dramaturgisch festgelegten Reihenfolge anzuhören und Rosalía bei ihrem Treffen mit Gott zwischen den Welten zu begleiten.
von Pauline Ammon
...studiert Musikwissenschaften und Anglistik im Bachelor und leitet seit dem WiSe 25/26 das Ressort "Weltweit". Am liebsten schreibt sie über politisch und kulturell relevante Themen. Vor allem aber freut sie sich über jede Möglichkeit, spannende Dinge zu recherchieren.
...studiert Germanistik im Kulturvergleich und Soziologie im Bachelor und leitet seit dem Wintersemester 2024/25 das Ressort "Studentisches Leben". Sie ist seit Ende 2023 beim ruprecht aktiv und interessiert sich besonders für Dinge, die eine gründliche Dosis Reflektion und neue Perspektiven gebrauchen können, deshalb schreibt sie gerne über aktuelle gesellschaftliche, kulturelle und politische Themen.
...studiert Geschichte und Biologie, seit April 2025 schreibt er für den ruprecht. Er interessiert sich besonders für gesellschaftlich relevante und wissenschaftliche Themen.
...schreibt wonach ihr grade der Sinn steht und leitet seit dem Sommersemester 2025 die Bildredaktion als 50% einer Doppelspitze











