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We(h)r, wie, was?

von Maya Pokladnik, Faustyna Gonka und Lily Grau
14. Dezember 2025
in Ausgabe, Seite 1-3, Startseite
Lesedauer: 3 Minuten
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We(h)r, wie, was?

Grafik: Lily Grau

Die Neuregelung des Wehrdienstes läutet eine neue Zeit für junge Menschen ein. Viele sind verunsichert. Manche wissen diese Ängste auszunutzen

Nach wochenlangem Hin und Her fand Mitte November die hitzige Debatte um die Neuregelung des Wehrdienstes ein Ende: Ab dem 1. Januar 2026 tritt das neue Gesetz in Kraft. Zunächst ist eine verpflichtende Wehrerfassung vorgesehen, der Wehrdienst selbst bleibt weiterhin freiwillig. Konkret bedeutet das für 18-Jährige als männlich eingetragene Personen, dass sie ab 2027 einen Fragebogen ausfüllen und an einer verpflichtenden Musterung teilnehmen müssen.

Die Reaktion junger Menschen ließ nicht lange auf sich warten. In Heidelberg, wie auch in anderen Städten, bildeten sich Initiativen, die zu Schulstreiks gegen die Wehrpflicht aufriefen. Mit rund 3000 Anträgen stieg die Zahl der Kriegsdienstverweigerer zugleich auf ein Rekordniveau – absolut betrachtet zwar noch überschaubar, aber begleitet von deutlich steigenden Anfragen bei Beratungsstellen. Die Angst der jungen Bevölkerung scheint angesichts der angespannten weltpolitischen Lage zuzunehmen: Viele befürchten, dass die Wehrpflicht doch schneller aktiviert werden könnte, als politische Beschlüsse derzeit vermuten lassen. Dieses politische Klima wissen einige Akteur:innen bewusst auszunutzen.

Die Organisation wirbt mit kostenlosen Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung

Vor einigen Wochen tauchten an Heidelberger Schulen Flyer auf, die unter dem Slogan „Mich kriegt ihr nicht!“ für das Online-Portal „kriegsdienstblocker.de“ werben. Dort kann mit Hilfe eines KI-Chatbots ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung generiert werden, angeblich mit „individuellem Text“. Nach dem Multiple Choice-Prinzip werden zunächst die Beweggründe für die Entscheidung zu einer Kriegsdienstverweigerung abgefragt. Bei dem Recht auf Kriegsdienstverweigerung handelt es sich um ein Grundrecht, das als solches auch im Grundgesetz verankert ist. Man kann sich jedoch nur darauf berufen, wenn glaubhafte Gewissensgründe vorliegen. Vor diesem Hintergrund gibt der Chatbot passende Antwortmöglichkeiten vor. Im letzten Schritt wird man schließlich gebeten ein eigenes Statement zu schreiben. Damit könne man seine Chancen weiter verbessern. Am Ende erzeugt der Chatbot einen fertigen Antrag, der weiter bearbeitet oder direkt übernommen werden kann. Eine FAQ-Rubrik ergänzt praktische Hinweise. Außerdem gibt die Webseite einem noch den Tipp mit, dass eine doppelte Staatsangehörigkeit bei dem Verfahren helfen könne. Man bekommt auch gleich eine Liste an Staaten angezeigt, deren Staatsangehörigkeit besonders leicht zu erwerben sei – durch entfernte Verwandtschaft oder entsprechendes Entgelt. Doch wer steckt hinter diesem ominösen Onlinedienst?

„Mich kriegt ihr nicht!“ steht auf den Flyern vor Heidelberger Schulen

Verantwortlich ist die sogenannte „Freiheitskanzlei“. Diese bezeichnet sich selbst als ein „Zusammenschluss freier Menschen, die sich der Wiederherstellung von Wahrheit, Recht und Würde verpflichtet haben“. Für die Freiheitskanzlei bedeutet dies unter anderem Strategien gegen die Masern-Impfpflicht und die GEZ-Gebühren zu erfinden. Erklärter Gegenspieler scheint dabei vor allem der deutsche Staat zu sein. Hinter der Freiheitskanzlei steht der Unternehmer Markus Bönig. Schon während der Corona-Pandemie machte er sich als vehementer Gegner staatlicher Maßnahmen wie der Maskenpflicht oder Impf-Auflagen einen Namen. In einem Podcast-Interview erklärt Bönig die Gründungsidee hinter „kriegsdienstblocker.de“: Er warnt vor einer angeblich hohen Wahrscheinlichkeit der Wehrpflicht-Reaktivierung und spricht – „auch als Vater“ – von der Angst, junge Männer könnten „an der Front verpulvert“ werden. Anträge auf Kriegsdienstverweigerung kämen dann zu spät.

So hilfreich ein kostenfreies Unterstützungsangebot für junge Menschen grundsätzlich sein kann – Bönigs drastische Schilderungen gehen weit über die aktuellen politischen Beschlüsse hinaus und tragen eher zu der Verunsicherung bei, die durch die wochenlangen Diskussionen in der Politik erst ausgelöst wurde. Damit fügt sich sein Narrativ in eine Debattenkultur ein, die sich häufig über Entwicklungen empört, lange bevor sie politisch überhaupt beschlossen sind.

Von Maya Pokladnik und Faustyna Gonka

Maya Pokladnik
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    Faustyna Gonka
    + postsBio

    ...studiert derzeit Jura und fand im Frühjahr 2025 zum ruprecht. Leitet heute die Seiten 1–3 und begeistert sich für alle Geschichten, die mit „Eigentlich wollte ich nur kurz nachschauen…“ beginnen und dann in einem investigativen Kaninchenloch enden.

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    Lily Grau
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    ...schreibt wonach ihr grade der Sinn steht und leitet seit dem Sommersemester 2025 die Bildredaktion als 50% einer Doppelspitze

    • Lily Grau
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    Tags: Nr. 218PolitikSeite 1-3WehrdienstverweigerungWehrpflicht

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