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Soundtrack oder Popalbum? 

von Emma Keßler, Greta Pohl und Klara Plassmann
14. Juni 2026
in Ausgabe, Feuilleton, Musik, Startseite
Lesedauer: 2 Minuten
0
Soundtrack oder Popalbum? 

Raye of Sunshine Grafik: Emma Keßler 

This Article May Contain Hope: Rayes neuester Release begeistert 

Am 27.03.2026 ist das zweite Allbum, „This Music May Contain Hope“, der britischen Künstlerin Raye erschienen. Bereits vor dem Erscheinen hat „WHERE’S MY HUSBAND!“ Aufmerksamkeit erregt und Hoffnung auf ein aufregendes Album gemacht. Es setzt sich aus 17 Titeln zusammen, die in vier, nach den Jahreszeiten benannte Akte, gegliedert sind. 

Die Parallelen zum Film überraschen aber sie funktionieren 

Die Anlehnung an den Jahreszyklus setzt Raye im Album künstlerisch um. Die Entwicklung von Herbst zu Sommer ist  eine Geschichte von gebrochenem Herzen, Selbstzweifeln bis hin zu einer Hoffnung auf „Happier Times Ahead.“ erzählt. Das Album öffnet mit „Intro: Girl Under The Grey Cloud.“ und schließt mit „Fin.“, einer  sechsminütigen Danksagung an alle Mitwirkenden. Die Parallelen zum Film überraschen, und doch, sie funktionieren – und kreieren eine Atmosphäre, die sonst selten zu finden ist. Themen  mentaler Gesundheit zeigten sich schon auf ihrem ersten Album und stehen in den Liedern dieser Neuerscheinung im Fokus.

So thematisiert Raye bei spielsweise in „I Hate The Way I Look Today.“ die häufig kritische Beziehung zum eigenen Körper. Musikalisch kombiniert die Künstlerin dabei verschiedene Genres, wobei Jazz, Soul, R&B und orchestraler Pop das Album kennzeichnen. Diese Bandbreite an Genres äußert sich teilweise auch innerhalb einzelner Tracks, wie zum Beispiel auf „The WhatsApp Shakespeare.“, das durch einen musikalischen Umbruch am Ende an die Melodien alter Krimi-Filme erinnert.  Durch Kooperationen mit Persönlichkeiten wie dem Filmkomponisten Hans Zimmer oder dem Gospel-Musiker Al Green schafft Raye es, sowohl durch epische als auch durch ruhigere Tracks zu beeindrucken. Emotionale Tiefe verleiht dem Album die enge Einbindung ihrer Familie durch Features mit ihrem Großvater („Fields“) und ihren Schwestern („Joy”).

Wir finden, dass sich aus dem Zusammenspiel verschiedener musikalischer Stile, dem Storytelling und Songwriting ein Album ergibt, das auf ganzer Linie, begeistert und  beweget. Unsere persönlichen Tipps für euch, die wir gerne noch teilen möchten: „Click Clack Symphony“, ein epischer Track, der Hoffnung macht, dass alles gut wird und „Winter Woman“, wegen des Samples aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

Von Emma Keßler, Greta Pohl und Klara Plassmann

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…erkundigt und schreibt gerne, eine Kombi, die sie zum ruprecht geführt hat. Am liebsten untersucht sie Themen, in denen sich Geschichte, Politik und Kultur kreuzen. Sie studiert Geschichte und Osteuropastudien im Bachelor und ist seit dem Wintersemester 2025/26 beim ruprecht.

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Tags: FeuilletonMusikNr. 220Rezension

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