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Spotify Unwrapped

von Faustyna Gonka, Emma Keßler, Christiane Brid Winter, Chiara Emilia Matter und Grey Weber
9. März 2026
in Ausgabe, Feuilleton, Musik, Startseite
Lesedauer: 3 Minuten
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Spotify Unwrapped

Grafik: Grey Weber

Karge Entlohnung von Künstler:innen, KI-Musik und Kriegsfinanzierung: Der Streaming-Gigant macht seit Monaten negative Schlagzeilen. Ist es an der Zeit, der Plattform den Rücken zu kehren?

Jetzt müssen alle Menschen ganz stark sein, die regelmäßig empört fragen, ob denn heutzutage nichts mehr unpolitisch sein könne: Eure Art Musik zu konsumieren, ist vermutlich moralisch fragwürdig. Zumindest wenn ihr zu den weltweit 713 Millionen aktiven Spotify-Nutzer:innen gehört. Dass die Plattform nicht ganz unproblematisch ist, ist eigentlich nichts Neues. Seit Jahren hagelt es Kritik wegen der mangelnden Vergütung von Künstler:innen und wegen schlechter Algorithmen. Zu einer Massenabwanderung von Konsument:innen hat das bislang jedoch nicht geführt. Spotify versteht es wie kein zweiter Anbieter, das Nutzungserlebnis attraktiv zu gestalten; ob durch den Anfang Dezember erscheinenden und jedes Mal ungeduldig erwarteten Jahresrückblick „SpotifyWrapped“ oder die anschauliche Nutzer:innenoberfläche. Doch reicht das noch aus, wenn die Lieblings-Plattform plötzlich beschuldigt wird, Kriegstechnologie mitzufinanzieren, Werbeanzeigen für die US-Immigrationsbehörde ICE zu schalten und KI-Inhalte ungefiltert zuzulassen?

Verantwortung für diese Entwicklungen trägt vor allem der Milliardär und Spotify-Mitgründer Daniel Ek. Bis vor kurzem noch CEO des Unternehmens, hat Ek nun die Rolle des Executive Chairman übernommen und angekündigt, auch weiterhin bei wichtigen Entscheidungen „eng eingebunden“ sein zu wollen. Sein Fokus liege zukünftig auf langfristigen Entwicklungen und zentralen Investitionen des Konzerns. Wenn Ek von Investitionen spricht, denkt man schnell an seinen finanziellen Beitrag zur Rüstungsindustrie. Er investierte im Juli 2025 über seine Investmentfirma Prima Materia etwa 600 Millionen US-Dollar in das Rüstungsunternehmen Helsing, welches auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Rüstungssektor spezialisiert ist. Es handelte sich bereits um seine zweite Großinvestition in das Münchener Start-Up, bei dem er mittlerweile ebenfalls Chairman ist.

Der CEO investierte Millionenbeträge in die Rüstungsindustrie

Auch in Bezug auf Werbepartner:innen sorgte Spotify im letzten Jahr für Kontroversen. Amerikanische Nutzer:innen des kostenlosen Plans hörten zwischen den Songs plötzlich Werbespots der US-Immigrationsbehörde ICE. Seit dem erneuten Amtsantritt von Donald Trump im Januar 2025 steht die Behörde aufgrund ihres Vorgehens massiv in der Kritik. Die Beamt:innen gehen teilweise brutal mit den von ihnen verhafteten Personen umund führen Razzien sogar in Kitas, Schulen und Altersheimen durch. Organisationen wie Human Rights Watch weisen immer wieder auf Menschenrechtsverletzungen hin. Spotify schaltet zu Rekrutierungszwecken trotzdem weiter Werbung für ICE: Die Werbeinhalte würden nicht gegen interne Richtlinien verstoßen.

Spotifys Stellung als Marktführer verhindert auch, dass kleinere Künstler:innen, die von ihrer Präsenz auf der Plattform stark abhängig sind, ihre Musik aus Protest von dort entfernen. Außerdem stellt die rasante Entwicklung von KI-generierter Musik eine zunehmende Bedrohung dar. Diese lässt sich mitminimalem Aufwand produzieren, wodurch Künstler:innen in einem Wettlauf um die Aufmerksamkeit der Hörer:innen immer öfter gegen die KI verlieren. Ein Beispiel hierfür ist die Band „The Velvet Sundown“, die in nur wenigen Tagen drei Alben veröffentlichte. Die Problematik KI-generierter Musik geht jedoch noch weiter. Spotify kennzeichnet solche Inhalte im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen nicht, sondern schlägt sie Nutzer:innen automatisch vor. Das Unternehmen weist die Verantwortung für diese Musik von sich und verweist auf die Rechteinhaber:innen der jeweiligen Werke. Dies führt auch dazu, dass die sogenannten „Viral-Charts“, die nicht nur Streamingzahlen, sondern auch das Teilen und Speichern von Musik berücksichtigen, zunehmend mit rechtsextremistischer und rassistischer KI-generierter Musik überschwemmt werden. Spotify erklärt zwar, viele solcher Titel zu entfernen, das Problem bleibt jedoch bestehen.

Sogar Musikhören kann Strukturen unterstützen, die man politisch ablehnt

Ist es angesichts dieser Entwicklungen also Zeit, Spotify den Rücken zu kehren? Auf der Suche nach einer alternativen Plattform verliert man schnell den Überblick: Ethisches Musikhören ist nämlich nicht auf allen anderen Plattformen möglich. Amazon, Youtube und auch Apple Music werden wegen verschiedener Aspekte kritisiert. Wer ethischen Bedenken Rechnung tragen möchte, ist bei kleineren Plattformen wie Deezer, Tidal und Qobuz besser aufgehoben. Ein Umstieg kann einschüchternd wirken, aber einige der Plattformen ermöglichen es, die mühsam kuratierten Playlists von Spotify zu übernehmen.

Wenn heute also gefragt wird, warum selbst Musikhören nicht unpolitisch sein dürfe, lautet die Antwort: weil Anbieter wie Spotify es selbst nicht sind. Die Jogging-Playlist oder die Hintergrundmusik beim Kochen – selbst Momente des Abschaltens können Strukturen unterstützen, die man selbst politisch ablehnt. Was man mit diesem Wissen tut, ist allen Konsument:innen selbst überlassen; Alternativen gibt es zur Genüge. Ob am Ende genug Menschen Spotify den Rücken kehren, um der Plattform nachhaltig zu schaden, bleibt offen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 war Spotify weiterhin erfolgreich; wie es dem Streaming-Anbieter zum Jahreswechsel ergeht, wird sich erst noch zeigen.

Von Faustyna Gonka, Emma Keßler, Christiane Brid Winter und Chiara Emilia Matter

Grafik: Grey Weber

Faustyna Gonka
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...studiert derzeit Jura und fand im Frühjahr 2025 zum ruprecht. Leitet heute die Seiten 1–3 und begeistert sich für alle Geschichten, die mit „Eigentlich wollte ich nur kurz nachschauen…“ beginnen und dann in einem investigativen Kaninchenloch enden.

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