Ein neuer Studiengang
Die eigene Masterarbeit zu Graphic Novels über Johnny Cash oder die Wirkung von Memes schreiben? Das geht im neuen Masterstudiengang Populärkulturen! Als Kooperation zwischen der Neuphilologischen und der Philosophischen Fakultät bieten die Populärkulturen eine interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Kunstgeschichte, Anglistik, Germanistik, Romanistik und verwandten Fächern – also allen Disziplinen, die sich mit populären Phänomenen der Gegenwart beschäftigen. Damit soll auf die Nachfrage der Studierenden eingegangen werden: Für Themen außerhalb des klassischen Kanons gibt es in den existierenden Studiengängen oft kaum Zeit – das soll der neue Master ändern.
Henry Keazor, eigentlich Professor am Institut für Europäische Kunstgeschichte, lehrt ab jetzt auch in den Populärkulturen. Von Comics und Mangas, über Filme und Serien, zu Fragen der Popularisierung der Kunstgeschichte in Massenmedien bis hin zu Social Media, Memes und Videospielen, das alles umfasse der Forschungsgegenstand Populärkulturen. Dadurch ist auch das Lehrangebot von Vergangenheit bis Gegenwart breit gefächert.
Ob die Interdisziplinarität in der Lehre ein Problem darstellen kann? Für Keazor nicht: „Wir geben den Masterand:innen im Studium die Möglichkeit, in Wahlmodulen ihre Kenntnisse auch in den zuvor nicht studierten Bereichen auszubauen.“ Durch die verschiedenen Hintergründe entstehe außerdem eine anregende sowie für die Dozierenden lehrreiche Mischung, geprägt von einer geteilten theoretischen und praktischen Neugier.
Die Studierenden ergänzen sich so auch gegenseitig. Gerade durch die Größe des Masterstudiengangs kann auf individuelle Belange und Förderung eingegangen werden: Derzeit nehmen 15 Masterstudierende aus verschiedenen Fachbereichen das neue Angebot wahr.
Für das kommende Wintersemester erhoffen sich die Verantwortlichen rund 20 neue Studierende, die insbesondere für Jobs in der Kulturvermittlung vorbereitet werden. Alumni bekommen so die Möglichkeit, in Bereichen der Erwachsenenbildung, Museumspädagogik, Medien- und Verlagswesen zu arbeiten oder mit einer kulturtheoretischen Dissertation abzuschließen.
Von Annika Bacdor
...studiert Politikwissenschaft und Anglistik. Seit dem Winter 2023 ist sie beim ruprecht, wo sie mal dies und mal das macht.





