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Ein Land ohne Verbindung …

von Samira Hedhli
12. Mai 2026
in Ausgabe, Startseite, Weltweit
Lesedauer: 4 Minuten
0
Ein Land ohne Verbindung …

Grafik: Samira Hedhli

90 Millionen Iranerinnen und Iraner sind seit fast 900 Stunden, genauer 53.280 Minuten, von der Außenwelt abgeschnitten und leben in einem abgekapselten Land. Ein Gastbeitrag eines Betroffenen

Kommentar

Ich verfasse diesen Text am 6. April 2026, während die Bevölkerung des Iran laut Angaben von „Netblocks“, einer Organisation für die Überwachung der Cybersicherheit und Internetfreiheit, seit mehr als 37 Tagen keinen Zugang zum öffentlichen Internet hat. Das ist der längste landesweite Internet-Shutdown in einem Land jemals. Für die Menschen im Iran bedeutet das, dass sie ungefähr die Hälfte des Jahres 2026 ohne Internet verbracht haben. Betrachtet man diese Tage in Verbindung mit der 3-wöchigen Unterbrechung des Internetzugangs im Januar, so ergibt sich, dass die iranische Bevölkerung ungefähr die Hälfte des Jahres 2026 ohne Internet verbracht hat.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Islamische Republik, auch bekannt als das Mullah-Regime, die größte Ursache für diese bedauerliche Situation ist. Dieses Regime hat den Internetzugang blockiert, um die eigene Bevölkerung daran zu hindern, Informationen aus der Außenwelt, aus anderen Medien und Nachrichten zu erhalten. Damit beabsichtigt das Regime, die Bevölkerung mit Gewalt zur Akzeptanz seiner Botschaften zu zwingen und die Glaubwürdigkeit alternativer Nachrichtenquellen zu untergraben. Diese Strategie setzt die Regierung nicht zum ersten Mal ein. Die aktuelle Blockade ist jedoch von längerer Dauer, da das Regime diesmal eine ernsthafte Bedrohung für seine Existenz befürchtet. Stell euch vor, ihr müsstest in einem anderen Land unter der Herrschaft eines Diktators leben, weit entfernt von eurer Familie, und einen Monat eures Lebens unter folgenden Bedingungen verbringen: Unter den Umständen, dass es euch nicht möglich ist, eure Eltern anzurufen, Sprach- oder Textnachrichten an eure Geschwister zu senden, Videoanrufe mit euren Großeltern zu führen oder Kontakt zu euren Freunden aufzunehmen, seid ihr auf die Lektüre von Propaganda-Nachrichten des Regimes beschränkt. Euer Mobiltelefon ist praktisch unbrauchbar, da der Internetzugang gesperrt ist, was den Zugriff auf Messenger-Dienste, E-Mail-Versand und andere Online-Aktivitäten verhindert. Selbst wenn ihr euch diese Situation vorstellst, ist es wichtig zu berücksichtigen, dass der Beginn dieses Monats unbekannt ist. Er könnte bereits morgen eintreten, am 1. Mai oder an einem anderen Tag. Der Kernpunkt liegt in der Ungewissheit über den genauen Beginn dieses Monats, was es unmöglich macht, Familienmitglieder oder Freunde zu informieren. Sie sind plötzlich unerreichbar. Ein noch gravierenderes Problem besteht darin, dass das Ende dieser Situation ebenfalls unbekannt ist, da die Entscheidungsmacht nicht bei dir liegt, könnte sie theoretisch länger als einen Monat andauern. Und es gibt einen weiteren erheblichen Konflikt: Die Bombardierung des Landes.

In Zeiten, in denen die schnelle Verbreitung von Meldungen über bombardierte Gebiete von entscheidender Bedeutung ist, um das Leben von Menschen zu retten, greift das Regime auf die Blockierung des Internets zurück. Diese Maßnahme dient nicht dazu, die Sicherheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten, sondern vielmehr dazu, sie daran zu hindern, diese wichtigen Informationen zu erhalten, sodass sie den Bombardements ausgesetzt ist. Stell euch vor, ein Kampfjet sendet Warnmeldungen über bevorstehende Angriffe auf gefährliche Gebiete aus, um Zivilisten eine schnelle Evakuierung zu ermöglichen. Das Regime jedoch opfert seine eigene Bevölkerung, um in seinen Nachrichten über die Opferzahlen von Zivilisten zu berichten. Als Iraner ist mir diese Reaktion des Mullah-Regimes nur allzu vertraut. Seit über vier Jahrzehnten sind das Leben und das Wohlbefinden des iranischen Volkes in der Politik des Regimes kein Thema. Bei jedem Aufstand der Bevölkerung greift das Regime auf die Blockierung des Internets, Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen zurück. Das jüngste Beispiel hierfür ereignete sich im Januar, als Zehntausende Menschen getötet, Hunderttausende verhaftet und Unzählige hingerichtet wurden.Am 8. und 9. Januar hat das iranische Volk gezeigt, dass es dieses verbrecherische Regime nicht mehr aushalten kann. Die Iranerinnen und Iraner haben sowohl innerhalb des Landes als auch weltweit angekündigt, dass sie eine Alternative für die islamische Republik haben, nämlich Kronprinz Reza Pahlavi.

Das Regime hat mit der Blockierung des Internets versucht, die Stimme der Menschen zu zensieren. Aber die Menschen solidarisieren sich weltweit: Nach den Menschen im Iran am 8. und 9. Januar, haben Iranerinnen und Iraner außerhalb des Landes am 14. Februar (vor allem in München, Toronto und Los Angeles) klar und deutlich ein Zeichen gesetzt. Auch am 29. März in Washington, D.C. und in vielen weiteren Städten unterschiedlicher Länder setzen sich Menschen dafür ein, dass das Mullah-Regime an sein Ende kommen und fallen muss.

Lasst euch nicht vom ihrem Propagandasystem täuschen. Die Menschen im Iran wollen dieses Regime nicht. Genau das ist der Grund der Internet-Sperrung: Angst vorm Sturz. Vielleicht, wird der Iran während ihr diesen Text lest, die 900-, 920- oder auch 950-Stunden-Marke überschreiten. Die Unwissenheit, ob die Familie noch gesund ist, und was das Mullah-Regime gerade mit der Bevölkerung macht, ist für alle Iranerinnen und Iraner besorgniserregend. Die Sorge wächst, solange die Internetverbindung des Irans zur Außenwelt unterbrochen bleibt. Während wir in Europa problemlos kommunizieren und Informationen austauschen, sind Iranerinnen und Iraner derzeit mit einer Realität konfrontiert, in der selbst der Kontakt zu ihren Familien unmöglich ist. Und das in einer Zeit, in der die Technologie so große Fortschritte macht. Diese Situation sollte nicht ignoriert werden. Seien Sie die Stimme des iranischen Volkes und decken Sie die Gräueltaten der islamischen Republik auf. Der Iran ist seit über 37 Tagen offline!

Von Benyamin Riahi

Reza Pahlavi ist der Kronprinz der iranischen Monarchie. 1979 wurde er im Zuge der islamischen Revolution aus dem Land verjagt. Vor einigen Wochen hat er sich selbst als potentiellen Kopf einer möglichen Übergangsregieung im Iran ins Spiel gebracht. Die Meinungen zu ihm sind zwiegespalten. Er betont, dass das iranische Volk über seine eigene Zukunft entscheiden können sollte. Dem Gegenüber stehen Kontakte zur islamischen Revolutionsgarde und der Unwille, die Aktionen seines Vaters zu verurteilen. Wie es in Iran weitergeht, ist derzeit unklar. Hinweis des Autors: Klar ist, dass nun schon der 70. Tag ohne Internet im Iran verging. Das sind in Summe 70% des Jahres 2026.
Samira Hedhli
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Tags: BetroffenerInternetIranIraner:innenKronprinzNr. 220RegimeReza Pahlaviweltweit

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