• Startseite
    • ruprecht fragt
    • Glosse
    • Schlagloch
    • Pro-Contra
  • Hochschule
    • StuRa
    • Hochschule bleibt stabil
  • Studentisches Leben
    • Psychische Gesundheit
    • 7 Tage
    • Dr. Ruprechts Sprechstunde
  • Heidelberg
    • Kneipenkritik
    • Heidelberger Historie
    • OB-Wahl 2022
  • Wissenschaft
  • Feuilleton
    • Literatur
    • Musik
    • Film & Theater
    • Pro-Contra im Feuilleton
  • Weltweit
  • Die Letzte
  • Online exklusiv
  • Über Uns
    • So entsteht die Ausgabe
    • Unsere Redaktion
    • Mitmachen!
    • Impressum
  • Print
    • Printarchiv
    • Leserbriefe – Info
    • Zu den Briefen
kein Ergebnis
View All Result
ruprecht
Montag, 5. Januar 2026
  • Startseite
    • ruprecht fragt
    • Glosse
    • Schlagloch
    • Pro-Contra
  • Hochschule
    • StuRa
    • Hochschule bleibt stabil
  • Studentisches Leben
    • Psychische Gesundheit
    • 7 Tage
    • Dr. Ruprechts Sprechstunde
  • Heidelberg
    • Kneipenkritik
    • Heidelberger Historie
    • OB-Wahl 2022
  • Wissenschaft
  • Feuilleton
    • Literatur
    • Musik
    • Film & Theater
    • Pro-Contra im Feuilleton
  • Weltweit
  • Die Letzte
  • Online exklusiv
  • Über Uns
    • So entsteht die Ausgabe
    • Unsere Redaktion
    • Mitmachen!
    • Impressum
  • Print
    • Printarchiv
    • Leserbriefe – Info
    • Zu den Briefen
kein Ergebnis
View All Result
ruprecht
kein Ergebnis
View All Result

Safe Space auf Abrisskante 

von Carmen Latus
22. Dezember 2025
in Ausgabe, Heidelberg, Startseite
Lesedauer: 3 Minuten
0
Safe Space auf Abrisskante 

Aus der Aufführung „Verrücktes Gesicht“ Bild: Rahel Sikner

Das unabhängige Performance Theater Heidelberg bietet Schauspiel mit Energie und Leidenschaft

Das Licht geht aus, das Gemurmel verstummt, nur die Bühne leuchtet in lilafarbenem Weiß. Menschen in transparenten Gewändern mit Pflastern auf der Nase bewegen sich in einem sterilen Bühnenbild aus weißen Fliesen und Metall. „Verrücktes Gesicht“ des Performance Theaters Heidelberg (PTH) spielt in einer Schönheitsklinik, in der die Figuren nach idealer Selbstdarstellung suchen und sich dabei von der Realität und ihren Mitmenschen entfremden. Das Stück, inspiriert von einer Kurzgeschichte von Marco Mandese, wurde diesen Oktober anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des PTH mehrfach aufgeführt. Das PTH ging damals aus einer Initiative von Studierenden der PH Heidelberg hervor, die sich vom klassischen Theater abgrenzen wollte.

„Wir wollen einen safe space schaffen, vor allem für queere Menschen, sich uneingeschränkt ausdrücken zu können,“ erzählt mir Matea, die nun seit vier Jahren beim PTH mitwirkt. Viele Mitglieder sind selbst queer und machen das Theater zu einem Raum, in dem jeder willkommen ist, die eigenen Ideen und Erfahrungen auf die Bühne zu bringen. Mit den Aufführungen möchte das PTH außerdem Sichtbarkeit für queere Lebensrealitäten schaffen, ohne eine festgelegte Botschaft vorzugeben oder zu belehren. Regisseur Marc betont, dass die Stücke Freiraum für Irritation und Fragen lassen sollen, die das Publikum mit nach Hause nimmt.

Mit „Labeled – Ein Sittenstück“ gewann das PTH dieses Jahr außerdem den Landesamateurtheaterpreis Baden-Württembergs in der Kategorie „Theater mit soziokulturellem Hintergrund“. Das nun zwei Jahre alte Stück ist eine queere, zeitgenössische Adaptation von Arthur Schnitzlers „Reigen“ aus dem Jahre 1901, und verbindet Tanz und Theater.

Bei meinem Besuch in den Räumen des PTH lerne ich eine Theatergruppe kennen, die mit großer Leidenschaft arbeitet und diese Freude mit dem Publikum teilt. Bei meiner Ankunft führt mich Matea durch eine Kantinenküche und Hintereingänge zu den charmanten Räumlichkeiten des PTH. Eine kleine Holzbar mit ehemaligem WG-Kühlschrank und Lichterkette bietet Möglichkeiten zur Erfrischung während in dem Aufführungssaal bis zu 60 Personen Platz finden können. Der Blick richtet sich auf die selbstgebaute Bühne, auf der nun derSoundcheck für die offene Community Stage heute Abend stattfindet. Nun, da ich mit einer erfrischenden Schorle versorgt bin, zeigt mir Matea den Backstagebereich voller Requisiten von alten Stücken. Wir setzen uns an einen Tisch, auf dem Linoldruckvorlagen ausgebreitet wurden. Als After-Performance Programm bietet das PTH seinen Gästen an, sich ihre eigenen Jutebeutel zu bedrucken. Während unseres Gesprächs flitzen Performer hin und her, Matea und Marc werden immer wieder für Fragen herangezogen und einige Gäste verirren sich zu uns, da das Barschild hierher zeigt. In all dem Chaos spüre ich, wie viel Arbeit, Kopf und Herz in das Performance Theater hineinfließt. Da das PTH als Verein allerdings auf externe Gelder angewiesen ist, erhalten die Beteiligten statt eines Stundenlohns ein Honorar. „Außerdem weden in Zukunft vermutlich weniger Gelder für soziokulturelle Projekte zur Verfügung stehen, auf die sich aber mehr Gruppierungen bewerben,“ erklärt mir Matea.

Als ich das Gebäude später verlasse, bin ich inspiriert und traurig. Die Community Stage stellte die letzte offizielle Veranstaltung des PTH in ihren eigenen Räumlichkeiten dar. Diese liegen nämlich in einem Gebäude auf dem ehemaligen Gelände der Heidelberger Druckmaschinen AG, das bald abgerissen werden soll. Das Gelände soll nach Angaben der Stadt Heidelberg in Zukunft städtebaulich genutzt werden. Das bedeutet für das PTH aber auch, dass sie neue Räumlichkeiten, idealerweise mit der Möglichkeit, weiterhin zu sich einzuladen, benötigen – eine Suche, die laut Marc und Matea bisher erfolglos ist. Zumal das Gebäude in der Kurfürstenanlage nicht nur das PTH behaust, sondern auch den Ping-Pong Social Club, der ebenso für die Gäste von PTH-Aufführungen seine Türen öffnet, und die Dance Company Inter-Actions.

Die Suche nach neuen Räumlichkeiten ist bisher erfolglos

Trotzdem freue sich das PTH stets über neue Mitglieder, die das Theaterspielen erlernen wollen oder bereits Erfahrungen in Choreografie oder Regie mitbringen, meint Matea. Neben ihren eigenen Stücken bietet das PTH auch Raum für Kooperationen an. Außerdem finden regelmäßig Workshops zu Theater und Tanz, Improtheater und Kindertheater statt. Das Angebot des PTH ist also so vielfältig und charmant, wie seine Mitglieder.

Von Carmen Latus 

Carmen Latus
+ postsBio
Tags: KulturNr. 218Safe SpaceSchauspielTheater

Empfohlene Artikel

Sind Sie sicher?
Ausgabe

Sind Sie sicher?

5. Januar 2026
Reisende Sparfüchse 
Ausgabe

Reisende Sparfüchse 

30. Dezember 2025
Schreit!
Ausgabe

Schreit!

28. Dezember 2025
Ein Sauerteig als Mitbewohner 
Ausgabe

Ein Sauerteig als Mitbewohner 

27. Dezember 2025
nächster Artikel
Social Media frisst dein Hirn 

Social Media frisst dein Hirn 

Barrierefrei büffeln! 

Barrierefrei büffeln! 

Glaube in allen Farben 

Glaube in allen Farben 

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Printarchiv
  • Unsere Redaktion

kein Ergebnis
View All Result
  • Startseite
    • ruprecht fragt
    • Glosse
    • Schlagloch
    • Pro-Contra
  • Hochschule
    • StuRa
    • Hochschule bleibt stabil
  • Studentisches Leben
    • Psychische Gesundheit
    • 7 Tage
    • Dr. Ruprechts Sprechstunde
  • Heidelberg
    • Kneipenkritik
    • Heidelberger Historie
    • OB-Wahl 2022
  • Wissenschaft
  • Feuilleton
    • Literatur
    • Musik
    • Film & Theater
    • Pro-Contra im Feuilleton
  • Weltweit
  • Die Letzte
  • Online exklusiv
  • Über Uns
    • So entsteht die Ausgabe
    • Unsere Redaktion
    • Mitmachen!
    • Impressum
  • Print
    • Printarchiv
    • Leserbriefe – Info
    • Zu den Briefen