09.05.2008
Beunruhigende Entwicklung
Zum Artikel: "Alte Sprachen kosten jetzt", Ausgabe 113
Liebe Ruprecht-Redaktion,
ich habe mir heute auf dem Rückweg von einem Prüfungsvorsitz aus dem Marstall die neue ruprecht-Ausgabe (Mai 2008) mitgenommen und mit Interesse den Artikel "Alte Sprachen kosten jetzt - Latein- und Griechischkurse nicht mehr gratis" gelesen, der mich ziemlich beunruhigt hat, zumal ich von dieser Entwicklung bislang keine Kenntnis hatte.
Meiner Meinung nach sollte grundsätzlich der Erwerb von Sprachenvoraussetzungen, die von der Wissenschaftlichen Prüfungsordnung in einigen Fächern zwingend gefordert werden (und das gilt nicht nur für das Latinum), nicht mit zusätzlichen Gebühren über die Studiengebühren hinaus belegt werden, da die Lehramtsstudierenden ansonsten allein aufgrund ihrer Studienfachwahl finanzielle Nachteile gegenüber den anderen Studierenden in Kauf nehmen müssten.
Die Finanzierbarkeit des Latinums oder Graecums sollte kein Selektionsmerkmal für Lehramtsstudierende werden, die ohnehin mit Studiengebühren etc. schon genügend belastet sind.
Mit besten Grüßen,
Erich Streitenberger