29.01.2008
Ballast für die Psyche
Wie fühlen sich unsere Studenten denn heute so? Laut der Techniker Krankenkasse eher nicht so gut: Eine im Dezember veröffentlichte Studie ergab, dass Studenten immer häufiger zu Antidepressiva und anderen Psychopharmaka
greifen.
Wie fühlen sich unsere Studenten denn heute so? Laut der Techniker Krankenkasse eher nicht so gut: Eine im Dezember veröffentlichte Studie ergab, dass Studenten immer häufiger zu Antidepressiva und anderen Psychopharmaka
greifen. Statistisch gesehen machen diese fast zehn Prozent der verordneten Medikamente unter Hochschülern aus. Zum Vergleich: Bei den Erwerbstätigen sind es nur etwa sechs Prozent. Dazu passt, dass immer mehr Studenten die psychotherapeutischen Beratungsstellen der Studentenwerke aufsuchen.
Worin könnte die Ursache dieser bedenklichen Entwicklung liegen? Als Auslöser für psychische Belastungen nennen Studenten vor allem Stress und unzureichende Studienbedingungen. Diese Entwicklung ist besonders bei den Bachelorstudenten zu beobachten. Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) hält diese bedenkliche Tendenz für eine Folge der Mehrfachbelastung von Studierenden.
Mehr als die Hälfte der Hochschüler arbeiten mittlerweile neben dem Studium, um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. „Ein voller Vorlesungsplan, Job und die nächsten Prüfungen – das summiert sich schnell zu einer 80-Stunden Woche. Das hält niemand lange durch“, meint Regina Weber, fzs-Vorstandsmitglied und sieht dringenden Handlungsbedarf: „Wir brauchen weniger Klausuren und mehr finanzielle Unterstützung für die Vollzeitstudenten.“
von Stefanie Fetz