19.06.2007
CampusCamp im Feld
Freiraum für Kreativität und Engagement
Wer dieser Tage im Neuenheimer Feld umher geht, wird wohl schnell auf eine Gruppe Studenten aufmerksam, die seit dem 15. Juni zu Vorträgen, Workshops und Diskussionen einlädt: Das CampusCamp 2007. In diesem Rahmen spricht GEW-Gewerkschaftssekretärin Nina Gbur über Codes, Symbole und Musik der rechtsextremen Szene, Datenschutzexperte Werner Hülsmann über Angriffe auf die Privatsphäre. Anschließend möchten die Organisatoren Gesprächsrunden anregen.
Die Idee, eine solche Großveranstaltung zu stemmen, kam den sieben Organisatoren, als sie sich für den Boykott der
Studiengebühren engagierten. Nun wollen sie mit Hilfe des Heidelberger Forums für kritische Theorie und Wissenschaft Freiräume für Kreativität und Engagement unter den Studenten schaffen:
„Schon bei der gemeinsamen Arbeit im Boykott-Team haben wir festgestellt, dass wir gerne zusammenarbeiten. So haben wir beschlossen, im Sommer eine alternative Sommeruniversität als Zeltlager zu veranstalten. Damit wollen wir ein Forum für studentische Initiativen bieten sowie zur Vernetzung und Politisierung der Studierendenschaft beitragen“, sagt Johannes Wagner, einer der Organisatoren des CampusCamp. Gerade bei der zunehmenden Verschulung im Zuge von Bachelor- und Masterstudiengängen sei es enorm wichtig, festgefahrene Strukturen durchzurütteln.
Besonderen Wert legen die Organisatoren auch auf das gemeinsame Leben rund um das CampusCamp. Nicht nur offene Theater- und Sambaworkshops sollen die Gemeinschaft fördern, sondern auch gemeinsames Grillen, Zelten und Singen. Nach dem Abendessen werden Diskussionen und Konzerte angeboten.
Das CampusCamp will „Studierende bewegen, wieder selbst etwas zu bewegen“.
von Nine Luth