11.12.2007
Aktiv für den Klimaschutz
Studentengruppe: Mit Infos und Partys Klima retten
Die neugegründete „Klimaaktionsgruppe“ Heidelberg und möchte mit Aufklärung und Diskussion das Umweltbewusstsein in der Region stärken.
Seit etwa zwei Monaten gibt es in Heidelberg eine „Klimaaktionsgruppe“. Das ursprünglich von Studenten ins Leben gerufene Projekt setzt sich im Rahmen verschiedener Aktionen kritisch mit der derzeitigen Klimadebatte auseinander. Das Team besteht aus etwa 25 Mitgliedern, zu denen sowohl Studenten als auch auch politisch und gesellschaftlich Interessierte gehören.
„Bei vielen Menschen ist das Thema Klimawandel angekommen, aber die soziale Dimension ist kaum beachtet worden. Wir laden dazu ein, auch über die tiefere gesellschaftliche Problemstellung zu diskutieren“, erklärt Gruppenmitglied Ajit Thamburaj. Die Gruppe will nicht nur umweltpolitische Weiterbildung leisten, sondern auch zu konkreten Aktionen von Stromwechselpartys bis zur Teilnahme an bundesweiten Protesten aufrufen. „Wir wollen die Menschen nicht nur aufklären, sondern ihnen auch Möglichkeiten zum Handeln aufzeigen“, erklärt Steffie Ostheimer.
Insbesondere mit einer Filmreihe möchte die Aktionsgruppe auf die Klimaproblematik aufmerksam machen. Jeden zweiten Montag werden in sechs Themenblöcken ausgewählte Filme rund um die Klimadebatte vorgeführt. Im Anschluss daran sind alle Teilnehmer zur Diskussion eingeladen. Im Vordergrund steht dabei immer der persönliche Kontakt zu Interessierten. Dies sei gerade beim Thema Stromanbieterwechsel sehr wichtig, erklärt Matthias Weyland: „Wenn man jemanden persönlich anspricht und die Alternativen aufzeigt, dann machen das auch viel mehr Leute.“
Aber die Aktionsgruppe ist auch direkt vor Ort aktiv. So veranstalteten die Mitglieder anlässlich des dritten weltweiten Klimaaktionstages, parallel zur UN-Klimakonferenz in Bali, eine Fahrrad-Demo von Heidelberg nach Mannheim. In Mannheim beteiligte sich die Gruppe dann an Demonstrationen gegen den Ausbau des dortigen Kohlekraftwerks „Großkraftwerk Mannheim“.
Mehr unter: www.klima-aktions-gruppe-hd.de.vu
von Ellen Holder, Stephanie Uther