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10.05.2011

Four Lions

3 von 4 - bombig

„Four Lions“ erzählt die Geschichte von Omar, Waj, Barry, Hassan und Faisal. Fünf junge Männer, deren großer Traum es ist, gemeinsam in den Dschihad zu ziehen. Obwohl dieses gemeinsame Ziel sie eint, hat jeder der fünf Männer eine andere Vorstellung davon, wie der Dschihad aussehen soll. 

„Four Lions“ erzählt die Geschichte von Omar, Waj, Barry, Hassan und Faisal. Fünf junge Männer, deren großer Traum es ist, gemeinsam in den Dschihad zu ziehen. Obwohl dieses gemeinsame Ziel sie eint, hat jeder der fünf Männer eine andere Vorstellung davon, wie der Dschihad aussehen soll.

Während Omar als einziger plant, ein Zeichen gegen die Verkommenheit der westlichen Kultur, die Islamfeindlichkeit seiner britischen Mitbürger und den Konsumterror der kapitalistischen Gesellschaft zu setzen, fehlt es Waj mit absoluter Sicherheit an den geistigen Kapazitäten zu derartigen Einsichten.

Hassan ist zu Anfang nicht wirklich bewusst, dass vor allem sie selbst bei einem Selbstmordanschlag in die Luft gehen werden. Doch er nennt sich Mudschaheddin, islamischer Glaubenskrieger, und ein solcher ist bereit, für seinen Glauben zu sterben. Worin dieser Glaube genau besteht, ist allerdings keinem der „Lions“ bewusst, ebenso wie die kulturellen Wurzeln, die zu verteidigen sie vorgeben. Sie sind in Großbritannien aufgewachsen, sie essen bei Chicken Cottage, spielen Fußball und Xbox, hören westliche Musik, identifizieren sich mit Rambo und James Bond und wenn die Möglichkeit besteht, dass sie ein iPhone gewonnen haben könnten, vergessen sie, dass sie sich eben noch in die Luft sprengen wollten.

Es fällt schwer, zu entscheiden, ob man lachen, das Kino verlassen oder einfach still dasitzen und abwarten möchte, wie sich der bittere Nachgeschmack jedes einzelnen Gags langsam entfaltet.

Der Film des Regisseurs Chris Morris bewegt sich an der Grenze zwischen geschmacklos und genial. Auf welcher Seite der Linie sich der einzelne Kinogänger bewegen möchte ist Geschmackssache und eine Frage der moralischen Einstellung. Wer sich „Four Lions“ zu Gemüte führt, wird im Laufe des Films schwanken und mal dieser, mal jener Seite den Vorzug geben. Lohnen tut sich der Gang ins Kino aber in jedem Fall.

von Josie Kerstan
   

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