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 Leserbriefe
26.07.2010

"Fader Beigeschmack"

Leserbrief zum Artikel "Fach statt Fakultät" in Ausgabe 127

Ihr widmet den geplanten Fachräten einen Artikel, der zwar wichtige Punkte dieses Konzeptes zusammenfasst, jedoch einen faden Beigeschmack hat: Er unterstellt unipolitisch aktiven Studenten Machtbesessenheit nebst Kommunikationsdefiziten.

In eurer aktuellen Ausgabe widmet ihr den geplanten Fachräten einen Artikel. Dieser fasst zwar kurz und knapp wichtige Punkte dieses Konzeptes zusammen, hat jedoch einen faden Beigeschmack: Er unterstellt den unipolitisch aktiven Studenten unserer Universität Machtbesessenheit nebst Kommunikationsdefiziten.

In einem Absatz wird die Fakultät für Biowissenschaften als Beispiel für Probleme in den Fakultätsräten herangezogen. Es wird behauptet, eine Fachschaft könnte den Großteil der acht studentischen Plätze für sich beanspruchen und damit die anderen Fächer aus dem Fakultätsrat drängen. Wir, die Fachschaft Biologie, halten dies für eine bösartige Unterstellung, die ein Zeichen von Uninformiertheit ist.

Zunächst einmal: die Fakultät für Biowissenschaften unterteilt sich in drei (und nicht wie behauptet vier) Fächer: Pharmazie, Molekulare Biotechnologie und Biologie. Letzteres unterteilt sich zwar noch in verschiedene Untergruppen, die aus Umstrukturierungen der Studiengänge entstanden sind, aber alle werden durch die Fachschaft Biologie vertreten.

Die acht studentischen Plätze im Fakultätrat sind fest auf die drei Fachschaften der oben genannten Fächer verteilt. Aufgrund der unterschiedlichen Größe der Studiengänge fallen je zwei Plätze auf die Fachschaften Pharmazie und Molekulare Biotechnologie und die restlichen vier Plätze werden von der Fachschaft Biologie besetzt. Diese Aufteilung besteht in unserem Fakultätrat schon lange, um alle Fächer angemessen zu repräsentieren. Die Fachschaften stimmen sich stets ab und treten mit einer gemeinsamen Liste zur Wahl an.

Wir sehen keinen Sinn darin, Konkurrenz und Rivalität zwischen den Fachschaften zu schüren und verstehen nicht, wie so eine Behauptung in diesen Artikel gelangen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Fachschaft Biologie

   

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