17.02.2010
"Seid nicht so naiv"
Leserbrief zum Artikel "Zum Beten in die Ecke" in Ausgabe 124
Hallo ruprecht-Redaktion, erstmal finde ich es gut, dass ihr euch teilweise der Kritik stellt, indem ihr den Leserbrief publiziert habt. Allerdings habe ich Zweifel, ob ihr euch überhaupt mit der Kritik auseinandergesetzt habt, wenn ihr schreibt ...
Hallo ruprecht-Redaktion,
erstmal finde ich es gut, dass ihr euch teilweise der Kritik stellt, indem ihr den Leserbrief publiziert habt. Allerdings habe ich Zweifel, ob ihr euch überhaupt mit der Kritik auseinandergesetzt habt, wenn ihr schreibt: "Wir werden allerdings auch in Zukunft keinen Studenten fragen, was er hier "zu suchen" hat - nicht mal solchen, die Trendsportarten wie "Islambashing" nachgehen."
Denn das genau sollte eurer Anliegen sein: kritisch zu sein und nachzufragen, jenseits von ideologischen Grundsetzen. Momentan schreibt ihr im Fahrwasser des linken Mainstreams von Zeit, Sueddeutsche, Tagesspiegel, des heutige Spiegels und Co.. Das ist angepasst, brav und damit langweilig. Wenn ihr euch von diesen überkommenen Denkschemata löst (Moslem = Ausländer = gut und benachteiligt) und euch selber ein Urteil bildet, dann wird der ruprecht interessant.
Lest mal im Archiv von Spiegel-online Artikel aus den 60er und 70er Jahren nach. Da werden noch Themen aufgegriffen und aus einem Blickwinkel betrachtet, der heute als Verschwörungstheorie abgetan würde.
In dem kritisierten Artikel "Zum Beten in die Ecke" heißt es: "Die gläubigen Studenten fühlen sich in der Erfüllung ihrer religiösen Pflichten behindert." Haltet ihr diese Aussage nicht für völlig überzogen? Was sind das für Leute, die solche Aussagen treffen? Welche Geisteshaltung steckt dahinter?
Schaut euch das mal an: Fatwa gegen Yoga. Hört euch vor allem mal an, was die gebildete Professorin der islamischen Universität Kuala Lumpur ab Minute 2 und Minute 4:30 zu sagen hat. Sicher, jetzt werden ihr sagen: "Malaysia ist weit weg". Aber glaubt ihr wirklich, dass eure UB-Moslems eine so ganz andere Geisteshaltung haben?
Seid nicht so naiv. ;)
Gruß,
Lena