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22.01.2008

Bookya.de

Das Schwarze Brett im Internet

Nach jedem Semester stellt man sich die Frage: Wohin mit den Büchern, die man so fleißig studiert hat, aber nach der Prüfung nicht mehr braucht? Sollen die teuren Werke in den Müll? Eine neue Internetplattform kann da kostenlos helfen!

Nach jedem Semester stellt man sich die Frage: Wohin mit den Büchern, die man so fleißig studiert hat, aber nach der Prüfung nicht mehr braucht? Sollen die teuren Werke in den Müll? Eine neue Internetplattform kann da kostenlos helfen!

Dann lieber versuchen wenigstens noch etwas vom Einkaufspreis zurückholen und weiterverkaufen. Zudem ist das wichtigste bereits angestrichen und könnte so dem nächsten Leser sogar noch Arbeit sparen. Die schwarzen Bretter in den Instituten und Bibliotheken sind voll von solchen abgearbeiteten Büchern, verschwinden aber meist unter zehn anderen Plakaten und wandern nach wenigen Tagen durch die aufräumende Hand der Hausmeister in den Müll. Bücher bei den Marktführern E-Bay oder Amazon anzubieten ist gebührenpflichtig und die Versandkosten eines 500-Seiten Wälzers schmälern den Erlös zusätzlich.

Eine kostenlose Alternative dazu ist www.bookya.de. Hier kann Student seine gebrauchte Fachliteratur einstellen, die dann nach Stadt und Studienfach unterteilt über ein virtuelles Schwarzes Brett einen Abnehmer finden. Nach der Anmeldung kann man auf der sehr benutzerfreundlichen Seite den zu verkaufenden Titel eingeben und abwarten, bis sich ein potentieller Käufer findet. Greift ein Interessent zu, bekommt man sofort eine Nachricht und kann mit dem Käufer die Übergabe organisieren. Wenn der am Ende sogar um die Ecke wohnt oder im selben Institut studiert sind die Versandkosten gleich Null.

Noch ist die Seite unter Studierenden noch nicht sehr bekannt, was die Verkaufschancen derzeit schmälert. Doch auch das StudiVZ hat mal klein angefangen und die Soziale Netzwerke im Internet sind im kommen. Ein ähnlicher Ansatz findet sich auch bei Bookya. Hier kann man im Gegensatz zu E-Bay oder Amazon auch die lokale Community fragen und auf dem dortigen Schwarzen Brett Gesuche hinterlassen. So findet sich eher ein potentieller Verkäufer, der unter Umständen das gewünschte Werk noch gar nicht eingestellt hat, aber beim lesen merkt, dass es er es vielleicht doch loswerden wollte.

Die Vorteile von Bookya liegen auf der Hand: Käufer und Verkäufer kommen vor Ort zusammen; beide Seite sparen Gebühren und Versandkosten. Hinzu kommt, dass man über die Community vielleicht den einen oder anderen netten Menschen kennenlernt oder auch nur einen Experten, der sich mit dem Thema bereits befasst hat und einem dabei weiterhelfen kann.

Einmal gestöbert, nette Leute kennen lernen und die beste Hausarbeit aller Zeiten zu erschaffen mag vielleicht weit hergeholt sein, aber wer weiß? Nach dem StudiVZ-Besuch mal kurz stöbern, kann jedenfalls nicht schaden – und kosten erst recht nicht.



www.bookya.de

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von Thomas Heberle und Reinhard Lask
   

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